Humboldt Forum
Menü

Lange Nacht der Ideen. We are still here. The Omaha Speaking

Pressemitteilung

Berlin, 14. Mai 2019

Das Humboldt Forum lädt am Donnerstag, dem 6. Juni 2019 ab 17:30 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Ideen in die Berliner Bauakademie, Schinkelplatz, 10117 Berlin, ein. Unter dem Titel We are still here. The Omaha Speaking erzählen VertreterInnen der nordamerikanischen Bevölkerungsgruppe der Omaha in zwei Filmen und fünf Gesprächsrunden über den Versuch, ihre Sprache und Traditionen zu erhalten und geben Einblick in die Ausstellung, die 2020 im Humboldt Forum zu sehen sein wird. Die Veranstaltung ist auf Englisch, Fragen können auf Deutsch gestellt werden. Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich.

Medienschaffende bitten wir um Akkreditierung bei Michael Mathis, m.mathis@humboldtforum.com.

„Jene, die gegen den Strom laufen“ ist die Bedeutung des Namens Omaha (Umónhon). Bis heute prägen die Erfahrung von Kolonialismus, Rassismus und Gewalt das Leben der Omaha. Aufgrund der US-amerikanischen Assimilationspolitik gegenüber den indigenen Bevölkerungsgruppen kämpfen die Omaha täglich darum, ihre Traditionen und ihre Sprache lebendig zu halten. Denn Sprache ist essentiell, um das eigene Weltbild vermitteln und Rituale pflegen zu können, prägt die Identität und ist Basis für das Verständnis anderer Sichtweisen.

Die Verbindung zwischen dem Ethnologischen Museum Berlin und den Omaha besteht bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts: Francis La Flesche, Ethnologe und gebürtiger Omaha, stellte damals eine Sammlung von rund 60 Objekten der Vorgängerinstitution zur Verfügung. 2020 werden diese in das Humboldt Forum einziehen und markieren somit den historischen Ausgangspunkt für ein neues Kapitel der Beziehungen zwischen den Omaha und Berlin. In der Ausstellung, die die Stiftung Humboldt Forum derzeit gemeinsam mit dem Ethnologischen Museum, dem Nebraska Indian Community College und VertreterInnen der Omaha konzipiert, sind die Objekte das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie führen den Besucherinnen und Besuchern deutlich vor Augen, dass die Omaha – trotz oder wegen des Kampfes um ihre Traditionen – noch immer hier und am Leben sind.

Im Rahmen der Langen Nacht der Ideen am 6. Juni 2019 sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, mit den Omaha persönlich ins Gespräch zu kommen und deren Haltung in Filmbeiträgen kennenzulernen. Von 18-23 Uhr zeigt der 10-minütige Kurzfilm Preview: Gegen den Strom die Zusammenarbeit mit den Omaha im Rahmen der Vorbereitungen der gemeinsamen Ausstellung. Jeweils um 18:30, 19:45, 21 und 22:15 Uhr informiert die Dokumentation Umónhon Íye. The Omaha Speaking über die Sprache der Omaha und den Versuch, diese lebendig zu halten. Zu jeder vollen Stunde gibt es Gesprächsrunden zu verschienden Themen; MuttersprachlerInnen und Lernende der Umónhon berichten, was der drohende Verlust ihrer Sprache für sie bedeutet und mit welchen Projekten sie diesem entgegentreten. Wer sind die Omaha? Was bedeutet indigene Bildung? Was waren Boarding Schools? Was ist das Nebraska Indian Community College? Was passiert, wenn es eine Sprache nicht mehr gibt? Und was machen die Omaha im Humboldt Forum?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der vierten Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amtes statt (#LNDI2019). Das Motto ist in diesem Jahr Idee und Ideal – Europa. An markanten Orten der Berliner Kulturlandschaft stellt das Auswärtige Amt die Bandbreite der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vor. Das komplette Programm finden Sie unter menschenbewegen.jetzt/LNDI2019.

Inspiriert von seinen Namensgebern Alexander und Wilhelm von Humboldt und deren Freude daran, die Welt mit offenen Augen zu erkunden und sie als ein verflochtenes System von Natur und Kultur zu verstehen, entsteht mit dem Humboldt Forum ein neuer Ort des Erlebens, des Lernens und der Begegnung. Akteure sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), die Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

Datum Donnerstag, 6. Juni 2019
Zeit 18-23 Uhr
Einlass 17:30 Uhr
Ort Berliner Bauakademie, Schinkelplatz, 10117 Berlin, Zugang nicht barrierefrei
Sprache Englisch, Fragen können auf Deutsch gestellt werden, die Antworten sind auf Englisch.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Filmscreenings

Preview: Gegen den Strom (Kurzfilm)
Zeit 18-23 Uhr
Dauer ca. 10 min
Sprache Deutsch

Umónhon Íye. The Omaha Speaking (Dokumentation)
Zeit jeweils um 18:30, 19:45, 21:00, 22:15 Uhr
Dauer 1h 7 min
Sprache Englisch

Weiterführende Informationen zu Filmscreenings und Events zum Film Umónhon Íye. The Omaha Speaking unter theomahaspeaking.com.

Gesprächsrunden

Gespräch 1: The Omaha. Against the torrent
Zeit 18:00-18:30 Uhr
Thema Wer sind die Omaha? Was machen die Omaha im Humboldt Forum?
Begrüßung Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forum

Gespräch 2:. Indigenous Education
Zeit 19:00-19:30 Uhr
Thema Was bedeutet indigene Bildung? Wie kann sie koexistieren oder sich gegenüber staatlichen Bildungsstrategien durchsetzen?

Gespräch 3: Boarding Schools
Zeit 20:00-20:30 Uhr
Thema Was waren Boarding Schools? Welchen Zweck hatten sie? Was sind deren Auswirkungen?

Gespräch 4: The Nebraska Indian Community Collage
Zeit 21:00-21:30 Uhr
Thema Was ist das Nebraska Indian Community College? Was macht es besonders? Wie wird der Sprachunterricht dort gefördert?

Gespräch 5: Language and Culture
Zeit 22:00-22:30 Uhr
Thema Formt Sprache das Denken? Was passiert, wenn es eine Sprache nicht mehr gibt?

Teilnehmende Michael Thomas Berger, Edmundo Encinos, Barbara Jo McKillip-Erixon, Pierre Merrick, Wynema Eleanor Morris, Vanessa Dawn Hamilton, Glenna Slater

Veranstalter Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Die Veranstaltung findet im Rahmen der vierten Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amtes statt.

Download

Download der Pressemitteilung als PDF

Pressekontakt

Michael Mathis
Pressereferent
Stabstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
+49 151 1617 97 27, m.mathis@humboldtforum.com