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Humboldt Forum eröffnet ab September 2020. Stiftungsrat bestätigt Planung der etappenweisen Eröffnung

Pressemitteilung

Berlin, 26. Juni 2019

In seiner heutigen Sitzung hat der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF) nach Vortrag des bauausführenden Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) und intensiver Beratung beschlossen, das Humboldt Forum etappenweise ab September 2020 zu eröffnen. Die SHF und das BBR hatten bereits am 12. Juni 2019 eine Verschiebung der für Ende 2019 geplanten Eröffnung angekündigt.

Kulturstaatsministerin und Stiftungsratsvorsitzende Monika Grütters erklärte: „Seit Beginn meiner Amtszeit habe ich mich mit ebenso viel Nachdruck wie Leidenschaft dem großen Kulturprojekt Humboldt Forum gewidmet. Dieses für die Kulturnation Deutschland bedeutende Vorhaben ist mir ein Herzensanliegen. Dass wir nun in Humboldtjahr 2019 nicht eröffnen können, ist sehr enttäuschend – zumal wir mit diesem ambitionierten Bauprojekt nach sieben Jahren fast ohne größere Komplikationen in der Zielgeraden angekommen sind. Umso mehr gilt es jetzt, noch einmal alle Kräfte zu konzentrieren, damit wir gemeinsam den neu gesetzten Eröffnungstermin erreichen.“

Grütters sagte weiter: „Insbesondere das für den Bau zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung darf jetzt, da wir kurz vor dem Abschluss stehen, in seinen Anstrengungen für das Humboldt Forum nicht nachlassen. Ich erwarte von den Verantwortlichen des Bundesamts, aber auch von der politischen Spitze des zuständigen Bundesinnenministeriums, dass das Humboldt Forum die Priorität genießt, die der herausragenden Bedeutung dieses Projekts auch gerecht wird. Alle Beteiligten sind jetzt aufgefordert, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, Prozesse zu optimieren und die notwendigen Ressourcen bereit zu stellen. Ich selbst werde mich deshalb auch auf politischer Ebene dafür einsetzen, dass die Projektsteuerung verstärkt wird und alle zur Verfügung stehenden baufachlichen Kapazitäten eingesetzt werden, um dieses Jahrhundertprojekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen.“

An einer Eröffnung in mehreren Etappen, wie sie bei der Stiftungsratssitzung vom 20. November 2018 in ihren Grundzügen verabschiedet wurde, hält der Stiftungsrat fest. Konkret werden ab September 2020 das Untergeschoss, das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss vollumfänglich zugänglich und dauerhaft erlebbar sein. Dazu gehören die ersten beiden Sonderausstellungen, die Ausstellungsbereiche zur Geschichte des Ortes mit archäologischem Keller, Panoramaraum, Skulpturensaal und Schlosskeller, die Veranstaltungsräumlichkeiten, das Foyer, die Passage, der Schlüterhof sowie die gastronomischen Angebote und Shops. Im ersten Obergeschoss können die Berlin Ausstellung von Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin, der Bereich der Humboldt-Universität zu Berlin sowie die Werkräume der Akademie erkundet werden.

Danach werden im zweiten und dritten Obergeschoss in weiteren Etappen die Dauerausstellungen mit den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin sowie die Wechselausstellungen eröffnet: Zunächst um den Jahreswechsel 2020/21 im Westflügel die Ausstellungen mit den Südseebooten und den Palau-Häusern sowie zu den Kulturen und Themen aus Asien, Ozeanien und Afrika. Zur Jahresmitte 2021 folgt die Teileröffnung des Ostflügels mit den Kulturen und Themen Amerikas sowie weiterer Regionen Asiens und Afrikas, mit den Wechselausstellungen.

Ursachen für die Verschiebung sind Mängel und Verzögerungen bei einzelnen Gewerken vor allem der Klima- und Lüftungstechnik. Letztere sind im Wesentlichen auf die stark angespannte Baukonjunktur und somit auf Engpässe bei den personellen Kapazitäten der Baufirmen zurückzuführen. Außerdem sind bei den Funktionsprüfungen einzelner Haustechnikanlagen Mängel in der elektronischen Steuerungstechnik aufgetreten, die derzeit behoben werden.

Der Vorstand geht davon aus, dass die bauliche und technische Fertigstellung einschließlich Mängelbeseitigung und anschließender Einregulierung, Prüfung und Abnahme der Gebäudetechnik bis zum Sommer 2020 erfolgen können. Danach kann der interne Probebetrieb starten. Für Ende August 2020 ist im neuen Terminplan die bauaufsichtliche Freigabe zur Nutzung vorgesehen – die Voraussetzung für die Eröffnung für das Publikum im September 2020.

Zum Bauprojekt Der Wettbewerb zum Projekt wurde 2008 entschieden und danach die Planung aufgenommen. Der Baubeginn war im Juni 2012. Die Rohbauarbeiten begannen im März 2013. Bis zum Frühjahr 2018 lag der Vorsitz des Stiftungsrates beim damaligen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Mit der Regierungsbildung 2018 ging der Vorsitz auf die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) über. Die Verantwortung für die Baumaßnahme verbleibt bis zur Fertigstellung und Übergabe des Gebäudes beim Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Bauherrin ist die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF).

Der Stiftungsrat besteht aus insgesamt 15 Mitgliedern. Fünf Mitglieder entsendet der Deutsche Bundestag. Als Vertreter der Bundesregierung entsendet je ein Mitglied das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium der Finanzen sowie das Auswärtige Amt. Jeweils zwei Mitglieder entsendet das Land Berlin und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Je ein Mitglied entsenden die Kulturprojekte Berlin GmbH und die Humboldt-Universität zu Berlin. Weitere Informationen unter: humboldtforum.org/de/inhalte/stiftungsrat

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Pressekontakt

Bernhard Wolter
Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Leiter Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit
+49 30 265 950 230
bernhard.wolter@humboldtforum.org

Michael Mathis
Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Pressesprecher
+49 30 265 950 525
michael.mathis@humboldtforum.org

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