{"id":36015,"date":"2021-12-21T17:15:21","date_gmt":"2021-12-21T16:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/?post_type=magazine-article&#038;p=36015"},"modified":"2022-01-26T14:27:02","modified_gmt":"2022-01-26T13:27:02","slug":"call-for-contributions-instrumentalisierung-von-kritik","status":"publish","type":"magazine-article","link":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/magazin\/artikel\/call-for-contributions-instrumentalisierung-von-kritik\/","title":{"rendered":"Call for Contributions \u201eInstrumentalisierung von Kritik\u201c"},"content":{"rendered":"<section class=\"block block-copy block-no-margin\" >\n    <div class=\"container-fluid\">\n\t\t<div class=\"row \">\n            <div class=\"col-xs-12 col-md-offset-2 col-md-8\">\n                <div class=\"box\">\n                    <div class=\"copy\"><p>Die Auseinandersetzung mit Kolonialismus und Kolonialit\u00e4t geh\u00f6rt im Humboldt Forum zu einem der Kernthemen und ist nicht zuletzt ein Resultat des Drucks auf das Haus im Entstehen. Bekenntnisse zur Vielstimmigkeit und Diversit\u00e4t, verbunden mit dem Anspruch, ein Forum f\u00fcr kritische Stimmen zu sein, sind heute Maximen seiner Programmplanung. Darin zeigt sich das Selbstverst\u00e4ndnis einer Institution, die ihren Platz innerhalb der postkolonialen Kritik beansprucht und ihre Ressourcen dementsprechend einsetzt.<\/p>\n<p>Das ist, je nach Perspektive, entweder ein konsequenter Prozess, erwachsen aus den Erwartungen an ein Forum, das im Sinne seines Auftrags im Koalitionsvertrag eine &#8222;internationale Dialogplattform f\u00fcr globale kulturelle Ideen\u201c sein will, und allgemeiner aus der politischen und gesellschaftlichen Verantwortung f\u00fcr die Gestaltung einer gerechteren Welt. Oder es ist das Paradox einer Institution, die f\u00fcr viele Menschen die Antithese der Dekolonisierung verk\u00f6rpert (Raubkunst \u2013 preu\u00dfische Herrschaftssymbolik \u2013 Oberfl\u00e4chlichkeit \u2013 <em>wei\u00dfe<\/em> Dominanz \u2026), und dabei die Mittel hat, sich Kritik anzueignen?<\/p>\n<p>Mit der Frage, ob das Humboldt Forum ein (legitimer) Ort postkolonialer Kritik sein kann, ist unmittelbar die nach einer Instrumentalisierung und Kommodifizierung von Kritik verbunden. In welchem Verh\u00e4ltnis stehen vom Humboldt Forum finanzierte kritische Positionen von K\u00fcnstler*innen und Wissenschaftler*innen zu den K\u00e4mpfen und Positionen von Aktivist*innen und anderen zivilgesellschaftlichen Kritiker*innen? Welchen Stellenwert hat die postkoloniale Kritik innerhalb des Humboldt Forums? Welche Reibungskr\u00e4fte erzeugen die inh\u00e4renten Widerspr\u00fcche? Wird die postkoloniale Kritik hier als Teil des kulturellen Programms zu einer Ware, einem <em>asset<\/em>?<\/p>\n<p>In unserer ersten Ausgabe des Magazin-Features \u201e&#8230; eine Welt, in der Kolonialit\u00e4t nicht mehr m\u00f6glich ist\u201c m\u00f6chten wir Menschen einladen, sich in einem Beitrag mit Fragen der Instrumentalisierung von Kritik (am Beispiel des Humboldt Forums und dar\u00fcber hinaus) auseinanderzusetzen \u2013 gerne auf Basis eigener subjektiver Erfahrungen und \u00dcberlegungen.<\/p>\n<p>Wir hei\u00dfen Beitr\u00e4ge in verschiedenen medialen Formen (bspw. Video- und Audiobeitr\u00e4ge, Bilder, Comics, Collagen&#8230;) willkommen, genauso wie Texte mit bis zu 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) auf Deutsch, Englisch, Franz\u00f6sisch, Portugiesisch und Spanisch. Ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen Einsendungen bis zum <strong>28. Februar 2022<\/strong>. Von der Redaktionsgruppe ausgew\u00e4hlte Beitr\u00e4ge werden mit einer Aufwandsentsch\u00e4digung verg\u00fctet und unter den Namen der Autor*innen und auf Wunsch auch ohne namentliche Nennung publiziert. Beitr\u00e4ge, Beitragsideen und R\u00fcckfragen zum CfP bitte an <a href=\"mailto:dossierkolonialitaet@humboldtforum.org\">dossierkolonialitaet@humboldtforum.org<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n                <\/div>\n            <\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t    <\/div>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":37338,"template":"","magazine-topic":[],"magazine-format":[280],"magazine-author":[],"class_list":["post-36015","magazine-article","type-magazine-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","magazine-format-diskurs"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazine-article\/36015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazine-article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/magazine-article"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazine-article\/36015\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/37338"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"magazine-topic","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazine-topic?post=36015"},{"taxonomy":"magazine-format","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazine-format?post=36015"},{"taxonomy":"magazine-author","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humboldtforum.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazine-author?post=36015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}