Ausstellung

Nach der Natur

Das Humboldt Labor befasst sich mit der Wechselwirkung und Krise natürlicher und sozialer Systeme.

Krise der Natur – Krise der Demokratie

Klimawandel, Artensterben und Umweltzerstörung haben gravierende Auswirkungen auf das (Zusammen-)Leben und die Zukunft der Menschen. Die Krise der Natur ist eng verflochten mit gesellschaftlichen Krisen. Auch das liberale Gesellschaftsmodell mit seinen Wohlstands- und Fortschrittsversprechen hat gewaltige Veränderungen von Mensch-Umwelt-Systemen verursacht. Und es hat erhebliche Ungleichheiten zur Folge – sowohl innerhalb von Gesellschaften als auch zwischen Staaten.

Das Humboldt Labor ist ein Störfall. Es unterbricht Wahrnehmungs- und Verhaltensroutinen.
Dr. Gorch Pieken, Leitender Kurator

Wie die Dinge vernetzt sind

Themen lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, globale Wechselwirkungen werden oft erst sichtbar, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen gemeinsam an Lösungen arbeiten. Auf einer kinetischen Wand nimmt das Publikum an deren virtuellen, interdisziplinären Dialog  teil und hinterlässt eigene Kommentare.

Schon vor mehr als hundert Jahren sammelten Naturkundemuseen solche Tier-Präparate um sie zu erforschen, oft ermöglicht durch koloniale Strukturen. Seit 1991 werden in Deutschland keine wissenschaftlichen Versuche mehr an Schimpansen, Gorillas oder Orang-Utans durchgeführt. Aber noch immer leiden Menschenaffen in europäischen Laboren, und sie werden in Zoos ausgestellt.
© Humboldt-Universität zu Berlin, Zoologische Lehrsammlung / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR

Antworten aus der Vergangenheit

Auch früher wurde schon nach Lösungen auf viele unserer heutigen Fragen gesucht. Die Ausstellung zeigt auch Antworten und Fragestellungen aus der Wissenschaftsgeschichte. Objekte aus Sammlungen und Archive werden daraufhin befragt, was sie uns noch heute sagen können. Sammlungsgeschichte und aktuelle Forschung treten in einen kritischen Diskurs.

Das Lautarchiv, das Hahne-Niehoff-Archiv und das Janheinz-Jahn-Archiv bilden den Resonanzraum für einen kritischen Umgang mit der Sammlungsgeschichte der Humboldt-Universität.

Wissenschaft in Bewegung

Wissenschaftliches Forschen ist ein Prozess, in dem Wissen sich ändert, Erkenntnisse sich erneuern, Fragestellungen sich erweitern. Das Humboldt Labor legt diesen Prozess offen indem es sich selbst fortlaufend aktualisiert.

HUB der Wissenschaft

Das Humboldt Labor ist eine Schnittstelle, ein Drehkreuz, in dem Debatten und Diskurse angeregt werden und neues Wissen entsteht. Es ist eine lebendige Ideenwerkstatt, in der Wissenschaft auf Kunst, Gesellschaft und Politik trifft, ein “HUB der Wissenschaft”.

Produktion

Das Humboldt Labor ist ein Projekt der Humboldt-Universität zu Berlin.

Humboldt-Universität zu Berlin (HU)

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