Uhr


Vergangene Termine
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('DD') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('MMM') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('YYYY') }}

Vor welchen Herausforderungen und Möglichkeiten stehen ethnologische Museen?

Mit den Ausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin werden im Humboldt Forum zahlreiche Objekte gezeigt, die während des Kolonialismus unter oft asymmetrischen Machtverhältnissen, teils auch gewaltsam, nach Europa gelangt sind. Die Objekte stehen für eine Auslöschung von Wissen, Sprachen und Praktiken und sind nicht erst heute Symbole für Unrechtskontexte. 99 Fragen wirft einen kritischen Blick auf die eigene institutionelle sowie die deutsche Kolonialgeschichte und will eine Reflexion der kolonialen Verwicklungen der Sammlungen nachhaltig fördern.

Gemeinsam mit internationalen Akteuren sprechen wir über die historischen Auswirkungen des Kolonialismus und dessen bis in die Gegenwart andauernde Folgen und entwickeln Ideen für eine zukünftige museale Praxis. Der Dialog soll zudem ein Verständnis dafür fördern, welche Rolle und Verantwortung Museen für lokale und globale Communities haben, um eine gemeinsame Zukunft im Umgang mit dem kolonialen Erbe vorstellbar zu machen.

Über den Zeitraum von einem Jahr wird die Diskursreihe den Fragen nachgehen, wo Museen mit Sammlungen aus kolonialen Kontexten stehen. Wie müssen sie sich verändern? Welche zukünftige Rolle können Museen für die Gesellschaft einnehmen? Themen wie Provenienzforschung und Restitutionen, Transparenz und Digitalisierung, Rassismus in Wissenschaft und Repräsentation, Kolonialismus und Deutungshoheit von Museen und Sammlungen stehen im Zentrum der Diskussion.

Die Reihe 99 Fragen wird kuratiert von Michael Dieminger in Kooperation mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin.

mehr lesen weniger lesen

Veranstaltungsreihen