Kalebasse
© Museum Fünf Kontinente München / Foto: Andrea Mühlberger
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Im November 2024 wurde im Humboldt Forum die in enger Zusammenarbeit mit dem National Museum of Tanzania und Communities aus Tansania erarbeitete Ausstellung “Geschichte(n) Tansanias” eröffnet. Die Folgen von Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt wirken bis in die Gegenwart. Während des Kolonialismus wurden Tausende von cultural belongings nach Deutschland gebracht. Im Ethnologischen Museum in Berlin befinden sich mehr als 10.000 ‚Objekte‘ aus dem heutigen Tansania. In der Ausstellung werden anhand von diversen Erzählungen, Perspektiven und cultural belongings die jahrhundertelangen Verflechtungen des heutigen Tansanias gezeigt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zeitraum der kolonialen Unterdrückung durch Kriege und Ausbeutung.

Zuvor hatte der Besuch des Maji-Maji-Museums in Songea durch Bundespräsident Steinmeier 2023 einer breiteren Öffentlichkeit die entgrenzte Gewalt deutscher Kolonialherrschaft ins Bewusstsein gerufen. Die Gewaltformen im kolonialen Kontext Ostafrikas (1885 bis 1918) gingen über Guerillataktiken und die Politik der verbrannten Erde hinaus. Sie forderten hunderttausende zivile Opfer.

Die Globalhistorikerin Tanja Bührer beschreibt über die gesamte Kolonialzeit in “Deutsch-Ostafrika” hinweg entscheidende Schlachten, von der Schlacht bei Rugaro 1891 bis zu den Maji-Maji-Kriegen 1905-1908. Sie schildert, wie afrikanische Kriegsparteien die Initiative zum Angriff gegen die fremden Invasoren ergriffen, und setzt sie in die größeren Zusammenhänge der europäischen Expansion des fin de siècle. Ihr Buch “Kolonialkriege in Ostafrika 1885 – 1914” ist im November 2025 im Reclam Verlag erschienen.

Im Anschluss laden das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und der Reclam Verlag alle Anwesenden zu einem kleinen Empfang.

Beteiligte

gehört zu

Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker
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