Federführend
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| 8 EUR / ermäßigt 4 EUR |
| Bitte buchen Sie Ihr Ticket vorab online oder an der Kasse im Foyer. |
| ab 14 Jahre |
| Deutsch |
| Saal 3, EG |
| Teil von: ORTS-Termin |
Wer schreibt, der bleibt! Briefe sind im Spätmittelalter das wichtigste Mittel von Fürstinnen, um Allianzen zu schmieden, Zerwürfnisse zu überbrücken und Neuigkeiten auszutauschen. Auf diese Weise konnten Frauen eine größere Wirksamkeit erreichen als uns die männlich geprägten Geschichtsbilder erwarten lassen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Stimmen von Hohenzollerinnen des 15. Jahrhunderts, die in einem weit verzweigten Netzwerk korrespondieren. Wir lernen humorvolle, scharfzüngige und kluge Akteurinnen kennen, die geschickt mit den Erwartungen ihrer Familien und den Spielräumen der Epoche umgehen. Es lohnt sich auch heute noch, diesen Frauen zuzuhören.
Die Schauspielerin Alina Vimbai Strähler wird den Frauen durch die Lesung ihrer Briefe nach 500 Jahren wieder eine Stimme verleihen. Die Kunsthistorikerin Tanja Kohwagner-Nikolai und Alfred Hagemann binden die Briefe in die biografischen Hintergründe und den zeitlichen Kontext ein.
Ein Abend, der unser Geschichtsbild lebendiger und vielfältiger macht.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts WIRKSAM statt, das in zehn verschiedenen Museen Deutschlands beispielhaft Hohenzollern-Frauen in den Fokus rückt.
Beteiligte
Dr. Tanja Kohwagner-Nikolai studierte Kunstgeschichte in München, Augsburg und Erlangen und schloss 2005 ihre Promotion zum Thema Mittelalterliche Bildstickereien ab. Sie arbeitete über ein Jahrzehnt an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an der Edition mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften. Parallel lehrte sie an den Universitäten Bamberg und München, untersuchte in einem DFG-Projekt die Bamberger Kaisergewänder und leitete ein bavarikon-Projekt zu diesem Thema. Sie war Kuratorin am Markgräflichen Opernhaus Bayreuth und ist seit 2023 Museumsreferentin bei der Bayerischen Schlösserverwaltung.
Alina Vimbai Strähler ist in Duisburg geboren und aufgewachsen. Sie studierte Schauspiel an der Zürcher Hochschule der Künste und der New York University. Sie ist Stipendiatin des Zürcher Theatervereins und hatte bereits während des Studiums erste Engagements am Zürcher Schauspielhaus und am Schauspiel Frankfurt. Nach ihrem Abschluss war sie fest am Theater Konstanz, am Luzerner Theater und am Grips Theater engagiert. 2018 wurde sie mit der Arbeit White Out von Alexander Giesche zum Schweizer Theatertreffen eingeladen. Seit 2021 gehört sie fest zum Ensemble der Schaubühne in Berlin.
Dr. Alfred Hagemann ist Leiter des Bereichs Geschichte des Ortes der Stiftung Humboldt Forum. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Architektur- und Kulturgeschichte des Berliner Hofes im 18. Jahrhundert, historische Frauenforschung und die staatliche Selbstdarstellung der DDR. Der Kunsthistoriker hat in den letzten fünfzehn Jahren eine Reihe kulturhistorischer Ausstellungen zur Geschichte Preußens und der DDR in Berlin und Potsdam kuratiert.
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