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Helden und Heldinnen prägen Gesellschaften seit der Antike: Sie faszinieren und sind Vorbilder – oder Feindbilder. Sie polarisieren und einen, sie geben Orientierung, stellen Ordnungen und Regeln infrage und bestätigen diese. Sie liefern aber auch Stoff für spannende Geschichten, Unterhaltung und Werbung. Angesichts globaler Krisen und ‚starker Männer‘ in der Politik sind sie heute vielleicht noch einflussreicher als vor wenigen Jahren. Die These, dass wir in einer postheroischen Epoche leben, steht jedenfalls mehr und mehr infrage.

Welche Heldenfiguren bringen Gesellschaften hervor, welche reaktivieren sie? In welchen Traditionen steht das? Welche Bedeutung sprechen wir Held:innen auch in historischer Perspektive zu, und welche Fragen stellen wir an Heroisierungen heute?

Einen wissenschaftlichen Beitrag zur Diskussion dieser Themen hat seit 2012 der Sonderforschungsbereich (SFB) 948 der Albert-Ludwig-Universität Freiburg geleistet und das Heroische aus der Sicht unterschiedlicher Disziplinen erforscht: Geschichts- und Literatur-, Kultur-, Musik-, Kunst- und Bildwissenschaften, Islamwissenschaften, Sinologie, Soziologie, Theologie und Philosophie. Auf den Forschungsgebnissen basiert die aktuelle Ausstellung „Prinzip Held*“, die vom 20. Juni 2024 bis zum 31. Oktober 2024 im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Flugplatz Berlin Gatow gezeigt wird und zu der ein Begleitband erscheint.

Mit der Podiumsdiskussion, die einen Tag nach der Ausstellungseröffnung stattfindet, möchte der SFB zu einer kritischen Debatte anregen. Die Forschungen des SFB und der Diskutierenden verstehen sich als Beiträge dazu, sie für neue Fragen, Forschungen und Diskussionen zu öffnen. Wissenschaft und Öffentlichkeit sind eingeladen, den heutigen Umgang mit Held:innen zu reflektieren und zukünftige Perspektiven aufzuzeigen. Welche Chancen und Gefahren bergen sie, und: Brauchen wir jetzt eine kritische Auseinandersetzung mit Held:innen, und wie kann sie gelingen?

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt: https://heroicum.net/

Teilnehmende der Diskussion

René Aguigah – Deutschlandfunk Kultur

Susan Neiman – Einstein Forum Potsdam

Friederike Pannewick – Universität Marburg, Arabistik

Ralf von den Hoff – Universität Freiburg i.Br.: SFB 948, Moderation

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