Kunst, Freiheit und Schutz - Gespräch mit Artists at Risk und Barış Seyitvan
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| kostenfrei |
| Mechanische Arena im Foyer |
| Teil von: SPÄTI |
An diesen Abend präsentieren wir ein Gespräch mit dem kurdischen Künstler und Kurator Barış Seyitvan sowie den Gründer*innen von Artists at Risk, Marita Muukkonen und Ivor Stodolsky. Musik von DJ Alissa Zaddi.
Viele Künstlerinnen können derzeit in ihren Herkunftsländern nicht frei oder sicher arbeiten. Artists at Risk (AR) ist eine internationale Organisation, die Künstlerinnen unterstützt, deren Freiheit, Sicherheit oder Leben bedroht sind, indem sie Residenzen in Gastländern – darunter auch Deutschland – ermöglicht.
Marita Muukkonen und Ivor Stodolsky sprechen mit dem ehemaligen AR-Resident Barış Seyitvan, einem unabhängigen kurdischen Künstler und Kurator aus Diyarbakır. Seine Ausstellungen befassen sich mit Geschichte, Ökologie, Geografie und Politik sowie mit Themen, die die kurdische Erfahrung prägen – etwa Sprache, Exil, Geschlecht und Vertreibung.
Die AR-Gründerinnen Marita Muukkonen und Ivor Stodolsky geben Einblicke in mehr als ein Jahrzehnt Engagement für die Verteidigung der künstlerischen Freiheit. Seit 2013 hat die Initiative über ein globales Netzwerk von mehr als 330 Partnerinstitutionen mehr als 1.200 Künstlerinnen und Kulturakteur*innen unterstützt.
Das Gespräch beleuchtet aktuelle Herausforderungen und Erfolge und stellt zudem das neuere Programm Ecologists at Risk vor.
Beteiligte
Artists at Risk (AR) unterstützt Künstler*innen, deren Freiheit oder Leben bedroht ist. Das Programm wird von der internationalen NGO Perpetuum Mobile ry betrieben und arbeitet an der Schnittstelle von Menschenrechten und Kunst.
Seit 2013 hat sich AR zu einem weltweiten Netzwerk aus Kunstinstitutionen, NGOs, Städten und internationalen Organisationen entwickelt, das Künstler*innen unterstützt, die vor Verfolgung, Unterdrückung, Krieg oder Terror fliehen.
Bis heute hat AR mehr als 1.100 Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen an über 330 Partnerinstitutionen weltweit unterstützt. Das in Helsinki ansässige Sekretariat koordiniert das globale Netzwerk und ermöglicht Residenzen, finanzielle Unterstützung und Sichtbarkeit für gefährdete Künstler*innen.
Zu den unterstützten Künstlerinnen zählen sowohl weniger bekannte als auch international renommierte Persönlichkeiten, darunter Mitglieder von Pussy Riot, der somalische Popmusiker Lil Balil, die vietnamesische Dissidentin Mai Khoi und der ägyptische Dichter Galal El-Behairy. Mit Veranstaltungen und dem Artists at Risk Pavilion präsentiert AR zudem die Arbeiten seiner Residentinnen.
Barış Seyitvan ist ein unabhängiger kurdischer Künstler und Kurator aus Diyarbakır (Türkei) und lebt heute in Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er mit Kunstinstitutionen, Künstler*innen und Non-Profit-Organisationen und beschäftigt sich insbesondere mit zeitgenössischer Kunst und Migration im Nahen Osten. Seine Arbeit reflektiert die transnationalen Realitäten der kurdischen Diaspora.
Seine Ausstellungen befassen sich mit Themen wie Geschichte, Ökologie, Geografie und Politik sowie mit Sprache, Exil, Gender und Vertreibung. Seyitvan arbeitet mit zahlreichen Künstler*innen aus dem Nahen Osten weltweit zusammen und organisiert Ausstellungen in verschiedenen Städten. Er war Artists at Risk (AR)-Resident in Helsinki und Berlin.
Alissa Zaddi ist eine in Berlin lebende Underground-DJ, die mit großer Neugier und Experimentierfreude genreübergreifende Sets entwickelt. Ihr Sound bewegt sich zwischen basslastigen, breakbeat-geprägten Stilen und vereint Einflüsse aus Grime, Baile Funk, Drum & Bass, Jersey Club, Jungle und Electro zu einer eigenständigen, kulturell vielschichtigen Klangsprache.
Alissa Zaddi ist international aktiv und spielte bereits in Städten wie Berlin, London, Paris und Amsterdam sowie in verschiedenen Radioformaten.
Mehr: @alissazaddi