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Gernot Adrion:

Sonate für Violoncello Solo op. 2 (1991)

Prodos (2021), Monolog für Bassklarinette solo op. 12 (UA)

Höret die Stimme (2024) für Kontrabass solo op. 15 (UA)

Drei Solowerke, zwei davon Uraufführungen;: Im letzten Mikrokonzert der Saison erklingen drei Stücke von Gernot Adrion, hauptberuflich stellvertretender Solobratscher im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Er hat sie drei Orchester-Kollegen auf den Leib geschrieben. Alle drei tummeln sich auf tiefen Instrumenten: Violoncello, Bassklarinette und Kontrabass.

Die Sonate für Violoncello besteht aus drei Sätzen, wobei in der Mitte eine musikalische Meditation die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Im Finale kämpfen zwei Welten miteinander, eine leise, unruhig drängende, die ein wenig an die Filmmusik zu „Der weiße Hai“ erinnert, und eine zackige, blitzende auf der Basis einer Fibonacci-Zahlenfolge. Diese erfand der gleichnahmige italienische Mathematiker ursprünglich, um das Wachstum einer Kaninchenfamilie zu beschreiben. Die Zahlenreihe beginnt meist mit 0 und 1 oder 1 und 1, wobei jede folgende Zahl die Summe der beiden vorherigen ist: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, …

Das Werk für Bassklarinette heißt „Prodos“. Das griechische Wort bedeutet Fortschritt und zeigt „meine persönliche Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik … wie meine Haltung dazu ist, findet sich in den Interpretationsanweisungen ‚resignierend‘ und ‚morendo‘ (italienisch: sterbend) … relativ deutlich.“ (Gernot Adrion)

„Dodekatonalität“ nennt Gernot Adrion ein von ihm entwickeltes Kompositionsprinzip, wo eine freie Tonalität über einem festen Grundton parallel zu einer Zwölftonreihe eingesetzt ist. „Wir finden in ‚Höret die Stimme‘ für Kontrabass solo eine langsame Einleitung mit einer Zwölftonreihe, die sich dennoch wie ein Thema in e-Moll anhört. … Der Titel ‚Höret die Stimme‘ bezieht sich auf einen Roman von Franz Werfel: Wir hören in diesem Werk Hunderte von Seufzern, wie einen Klagegesang. Das erinnert mich an die Klagelieder Jeremias, der wie ein einsamer Rufer in der Wüste agiert, hier in der Rolle eines einsamen Kontrabassisten.“ (Gernot Adrion)

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