Highlight
Vergangene Termine
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('DD') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('MMM') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('YYYY') }}

Darius Milhaud

„La Cheminée du Roi René“ für Bläserquintett, op. 205

1. Cortège
2. Aubade
3. Jongleurs
4. La Moussinglade
5. Joutes sur l’Arc
6. Chasse à Valabre
7. Madrigal nocturne

Der südfranzösische Komponist Darius Milhaud komponierte kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs eine Filmmusik mit mittelalterlichen Anklängen. Für den provenzalischen König René aus dem Hause Anjou wird hier musiziert, gefeiert und jongliert. Die sieben Sätze illustrieren einen Reigen bunt-historisierender Bilder. Sie zeigen das Gefolge des Königs (Cortège), ein Morgenständchen (Aubade), die Jongleure beim Hoffest und „La Moussinglade“. Beim Turnier kann man das Lanzenstechen (Joutes sur l´Arc) beobachten, rund um ein Jagdschloss die Jagd des Königs (Chasse à Valabre). Der Tag schließt mit einem nächtlichen Liebesgesang (Madrigal nocturne).

Diese musikalischen Bilder treten in den Dialog mit zwei Räumen im Ethnologischen Museum: Im Mesoamerika-Raum stehen die Stelen von Cotzumalhuapa, auf denen Szenen von höfischem Ballspiel und Menschenopfer zu sehen sind. Im Kameruner Grasland gibt es unzählige Königshäuser mit geschnitzten Türbalken und Thronen.

Die Mikrokonzerte sind Teil einer Reihe von Gratis-Konzerten, bei denen Musiker*innen des RSB sich in den Dialog mit dem Ort und den Ausstellungen begeben. Das Humboldt Forum und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin veranstalten die Mikrokonzerte gemeinsam im Rahmen des 100. Jubiläums des RSB. Weitere Termine:

So. 7. April, 14.00-16.00 Uhr
So. 2. Juni, 14.00-16.00 Uhr

 

Mitwirkende

Rudolf Döbler wurde 1966 in Achern (Ortenau) geboren. Er studierte bei William Bennett und John Wright an den Musikhochschulen Freiburg und Karlsruhe. Erste Engagements führten ihn als Soloflötist zu den philharmonischen Orchestern in Dessau und Hagen. Seit 1993 ist er stellvertretender Soloflötist beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Parallel zu seiner Orchestertätigkeit war er von 1995 bis 1997 Mitglied des Ensembles musikFabrik NRW, einem der führenden deutschen Ensembles zeitgenössischer Musik. Er ist Mitglied der „14 Berliner Flötisten“ und des Ensembles 7211. Zusammen mit dem holländischen Flötisten Robert Pot unterrichtet Rudolf Döbler seit 2002 in Meisterkursen fortgeschrittene Amateure und Profis. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter der QUERWIND Flötentage Staufen. Rudolf Döbler ist es ein Bedürfnis, Menschen für Musik zu begeistern, seit er auf der Bühne steht. Seine Moderationen eigener Kammerkonzerte, seine Erfahrung als Kinderkonzert-Moderator sowie sein Engagement als Schulbeauftragter des RSB zeugen davon. Seit 2005 koordiniert, organisiert und konzipiert er Workshops und Probenbesuche für Berliner Schulen und Kindergärten.

 

Rudolf Döbler
© Bettina Stöß

Anne Mentzen wurde 1981 in Braunschweig geboren, wo sie mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhielt. Im Alter von neun Jahren begann sie mit Hornunterricht und wurde ab 1998 von Theodor Wiemes, dem Solohornisten der Radiophilharmonie Hannover ausgebildet. Sie studierte ab 2000 im Hauptfach Horn an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, wo sie ihre Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. Anne Mentzen gewann sowohl mit dem Horn als auch auf dem Klavier mehrfach Bundespreise, u. a. bei „Jugend musiziert“. 1999 wurde sie neben dem ersten Bundespreis mit einem Sonderpreis des Hannoverschen Künstlerbundes ausgezeichnet und 2000 zusätzlich mit dem Niedersachsenpreis für „herausragende Leistungen auf kulturellem Gebiet“. Außerdem erhielt sie Stipendien der Volkswagen Bank (1999), des Richard-Wagner-Verbandes (2000), und der Gustav Mahler Academy (2002, 2005). Seit 2006 ist Anne Mentzen Hornistin des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Hier spielt sie in verschiedenen Kammermusikformationen, wie z. B. dem Ensemble „Samtblech“.

 

Anne Mentzen
© Bettina Stöß

Barbara Pfanzelt wurde in Marktoberdorf im Ostallgäu geboren. Nach abgeschlossener Ausbildung zur Feinwerkmechanikerin studierte sie zunächst Elementare Musikpädagogik und wechselte dann zum Hauptfach Klarinette zu Thomas Holzmann und Maximilian Krome an die Hochschule für Musik Nürnberg. Nach kurzer Zeit wurde sie in die Akademie des Philharmonischen Orchesters des Theaters Erfurt aufgenommen und konnte zudem wertvolle Orchestererfahrung als Praktikantin und Substitutin in Orchestern wie dem Deutschen Radio – Kammerorchester, den Berliner Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern, den Thüringer Symphonikern und den Theatern Coburg und Regensburg sammeln. 2018 war sie Akademistin der renommierten Ensemble Akademie Freiburg des Freiburger Barockorchesters und des Ensemble recherches. Seit September 2021 studiert Barbara Pfanzelt in der Klasse von Prof. Martin Spangenberg und Prof. Ralf Forster an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und spielt im Zeitvertrag bei den Münchner Symphonikern.

 

Barbara Pfanzelt
© Janina Laszlo

Gudrun Vogler ist seit 2002 Oboistin und Englischhornistin im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Von 1988 bis 1992 war sie Solooboistin am Nationaltheater Weimar. Als zweifache Preisträgerin des ARD-Wettbewerbs im Fach Kammermusik mit dem Bläserquintett „Kammervereinigung Berlin“ spielte sie mit diesem bei namhaften Labels CDs ein, konzertierte erst intensiv deutschlandweit und später umfassend international. Von 1992 bis 2019 war sie Mitglied im Spezialensemble für Neue Musik „KNM Berlin“, mit dem sie u. a. in Buenos Aires, Tokio und Taipeh auftrat. Seit 2015 engagiert sie sich zusätzlich im Musikvermittlungs-Bereich des RSB. Als Musikbotschafterin im Klassenraum teilt sie ihre Begeisterung für klassische Musik an Schulen mit jungen Menschen. In verschiedenen Teams entwickelte sie Konzepte für Kinder- und Jugendkonzerte mit. Neben konzertanten kammermusikalischen Aktivitäten in verschiedenen Besetzungen und in verschiedenen Genres, spielt sie seit 2016 erfolgreich und regelmäßig als Mitglied in der solistischen Formation „Date for three“.

 

Gudrun Vogler
© Bettina Stöß

Sung Kwon You wurde 1988 in Seoul geboren. Seinen ersten Fagottunterricht erhielt er an der „Seoul Arts High School“ bei Kim Beong Yeab. Seit 2005 studiert er an der Universität der Künste Berlin bei Eckart Hübner. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe in seinem Heimatland und besuchte Meisterkurse bei Eckart Hübner, Klaus Thunemann und Marc Trénel. Sung Kwon war bereits als Aushilfe im Konzerthaus Berlin und beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin tätig. 2009 wurde der damals 21-Jährige als Solo-Fagottist festes Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Zudem ist er regelmäßig als Kammermusiker und Solist in Korea tätig.

 

Sung Kwon You
© Bettina Stöß

gehört zu

Bleiben Sie auf dem Laufenden!
Abonnieren Sie unseren Newsletter.