Keyvisual Mikrokonzert #15
© Álvaro Valiño
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Maurice Ravel (1875 – 1937)

Streichquartett F-Dur

1. Allegro moderato. Très doux

2. Assez vif. Très rythmé

3. Très lent

4. Vif et agité

Das meisterliche Streichquartett von Maurice Ravel, uraufgeführt am 5. März 1904, wird heute wegen des Leuchtens seiner musikalischen Geistesblitze den genialen Kammermusikwerken des jungen Mendelssohn zur Seite gestellt. Alle vier Instrumente sind an der klanglich raffinierten, spielerischen Suche um Leichtigkeit in der Intensität, um elegante Behutsamkeit trotz aller atmosphärischen Dichte beteiligt. Ohne je grob zu werden, verrät die in der französischen Musik häufige Vortragsbezeichnung „animé“ (lebhaft) gerade bei Ravel gelegentlich ihre Nähe zum Animalischen, zum lustvollen Tier im Menschen.

Der Sohn eines schweizerischen Eisenbahningenieurs und einer Katalanin erinnert nachdrücklich an die Musik jenseits der Pyrenäen – aus französischer Sicht. In untergründigem Glimmen und verhaltenem Feuer, wie es der spanischen Musik oft eigen ist, gehen instrumentaler Gesang und Rhythmus eine frappierende Verbindung ein. Im Finale sind schnelle Reflexe gefragt, sowohl bei den Ausführenden als auch bei den Zuhörenden. Auch wenn sie oft mit impressionistischen Aquarellen verglichen wird – mit Verschwommenheit hat diese Musik nichts zu tun.

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RSB
Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker
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