Zupacken und Loslassen
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| kostenfrei mit Humboldt Forum Ticket |
| Für den Besuch ist ein Humboldt Forum Ticket erforderlich, mit dem Sie vorher und hinterher auch alle Ausstellungen im Haus besuchen können. Kinder und Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr frei, übliche Ermäßigungen. Tickets online oder an den Kassen im Foyer. |
| Bitte geben Sie vor dem Konzert Mäntel und große Taschen an der Garderobe oder den Schließfächern ab. Die Zahl der Sitzplätze ist begrenzt, dazu kommen Stehplätze. Bei Überfüllung müssen wir den Zugang zeitweise schließen. |
| 2. OG, Raum 216 - Kolonie Kamerun |
| ab 6 Jahre |
| Keine Sprachkenntnisse erforderlich |
| Teil von: Mikrokonzerte des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin |
Maurice Ravel (1875 – 1937)
Streichquartett F-Dur
1. Allegro moderato. Très doux
2. Assez vif. Très rythmé
3. Très lent
4. Vif et agité
Das meisterliche Streichquartett von Maurice Ravel, uraufgeführt am 5. März 1904, wird heute wegen des Leuchtens seiner musikalischen Geistesblitze den genialen Kammermusikwerken des jungen Mendelssohn zur Seite gestellt. Alle vier Instrumente sind an der klanglich raffinierten, spielerischen Suche um Leichtigkeit in der Intensität, um elegante Behutsamkeit trotz aller atmosphärischen Dichte beteiligt. Ohne je grob zu werden, verrät die in der französischen Musik häufige Vortragsbezeichnung „animé“ (lebhaft) gerade bei Ravel gelegentlich ihre Nähe zum Animalischen, zum lustvollen Tier im Menschen.
Der Sohn eines schweizerischen Eisenbahningenieurs und einer Katalanin erinnert nachdrücklich an die Musik jenseits der Pyrenäen – aus französischer Sicht. In untergründigem Glimmen und verhaltenem Feuer, wie es der spanischen Musik oft eigen ist, gehen instrumentaler Gesang und Rhythmus eine frappierende Verbindung ein. Im Finale sind schnelle Reflexe gefragt, sowohl bei den Ausführenden als auch bei den Zuhörenden. Auch wenn sie oft mit impressionistischen Aquarellen verglichen wird – mit Verschwommenheit hat diese Musik nichts zu tun.
Beteiligte
Hans-Jakob Eschenburg erhielt ersten Violoncellounterricht am Konservatorium Rostock. Nach dem Studium bei Josef Schwab an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin war er von 1984 bis 1988 Erster Solocellist des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig.
Mit dem renommierten Petersen-Quartett, dessen Gründungsmitglied er war und dem er bis zum Jahr 2000 angehörte, gewann er mehrere internationale Wettbewerbe (Prag, Evian, Florenz, München) und gastierte auf den großen Konzertpodien und bei zahlreichen Festivals in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien. Mehrere der zahlreichen CD-Aufnahmen des Petersen-Quartetts wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.
Seit 1999 ist Hans-Jakob Eschenburg Erster Solocellist des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Die gleiche Position hatte er im Kammerorchester „Carl Philipp Emanuel Bach“ inne. Er tritt immer wieder als Solist und Kammermusiker in Erscheinung, u.a. als Mitglied verschiedener Kammermusikensembles wie dem Gideon-Klein-Trio. Hans-Jakob Eschenburg lehrt im Rahmen einer Honorar-Professur an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Auch engagiert er sich als Mentor der Orchesterakademie des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.
Yugo Inoue wurde 1995 in Tokio geboren. Im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Geigenspiel und wechselte mit 16 Jahren zur Bratsche. Er studierte an der Tokyo University of the Arts bei Toshihiko Ichitsubo und seit 2020 bei Veit Hertenstein an der Hochschule für Musik Detmold.
Orchestererfahrung sammelte er 2021 bis 2023 als Akademist beim WDR Sinfonieorchester, sowie bei Aushilfstätigkeiten im hr-Sinfonieorchester. Weitere Impulse bekam er durch Meisterkurse bei Hariolf Schlichtig, Tabea Zimmermann und Nobuko Imai. Seit 2023 spielt er in der Bratschengruppe des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.
Richard Polle wurde als Sohn einer Musikerfamilie geboren. Als Sechsjähriger erhielt er seinen ersten Geigenunterricht bei seiner Mutter. Mit 12 Jahren begann Richard seine Ausbildung als Jungstudent an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Jost Witter und setzte diese zwei Jahre später am Musikgymnasium Schloss Belvedere Weimar fort. Er absolvierte sein Bachelorstudium bei Josef Rissin an der Hochschule für Musik Karlsruhe mit Auszeichnung und seinen Master bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.
Er gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. So errang er erste Preise und Sonderpreise in der Solowertung und im Duo beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, beim internationalen Violinwettbewerb „Postacchini“ in Fermo (Italien), „Villa de Llanes“ in Llanes (Spanien), war Preisträger beim internationalen Violinwettbewerb „Kocian“ in Ústí nad Orlicí (Tschechische Republik), beim internationalen Bodensee-Violinwettbewerb und beim Wettbewerb des Kulturfonds Baden e.V.
Er konzertierte mit dem Kammerorchester der Rheinischen Philharmonie Koblenz, der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl, dem Philharmonischen Orchester Erfurt, der Philharmonie der Stadt Kirow (Russland), dem Jungen Sinfonieorchester Berlin, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim sowie dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim und nahm an mehreren Meisterkursen, u.a. bei Thomas Christian, Olga Parkhomenko, Roman Nodel, Ana Chumachenko, Boris Garlitsky und Jörg Widmann teil.
Richard Polle war Stipendiat des Kultusministeriums Thüringen, der Sparkassenstiftung Erfurt, des Freundeskreises der Hochschule für Musik Karlsruhe, des Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben und erhielt das Gerd Bucerius Förderstipendium der ZEIT-Stiftung in der Deutschen Stiftung Musikleben.
Von 2014 bis 2016 war er Stipendiat in der Orchesterakademie des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und seit 2016 ist er festes Mitglied der Ersten Violinen.
Christa-Maria Stangorra (*1995/ Minden-Westf.) erhielt ihren ersten Unterricht mit vier Jahren, studierte später in London, Hamburg (Prof. Tanja Becker-Bender), Sion und Florenz (Pavel Vernikov) und schloss 2022 ihr Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Feng Ning ab. 2021 wurde sie als Stipendiatin in die Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker aufgenommen, ein Jahr später erhielt sie eine feste Stelle im selben Orchester in den 2. Violinen. Zu Beginn der Spielzeit 2024/25 wechselte sie in die 1. Violinen des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin.
Der 10. Internationale Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover zeichnete sie mit einem Stipendium aus und präsentierte sie in seiner Konzertreihe „zu Gast in Niedersachsen“. Als Mitglied der LGT Young Soloists trat sie u.a. in der Tonhalle Zürich, beim Rheingau Musikfestival und der Victoria Hall in Singapur auf und nahm bereits zwei CDs für Sony/ RCA Red Seal auf. Die GWK Preisträgerin und Stipendiatin der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ konzertierte mehrfach in der Londoner Wigmore Hall, im Ateneo Madrid und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. 2018 war sie als Akademistin beim Zermatt Musik Festival des Scharoun Ensembles der Berliner Philharmoniker zu Gast und konzertierte beim Thy Chamber Music Festival Dänemark und dem Clasclas-Festival an der Seite von Máté Szücs und Guy Braunstein. Solistische Auftritte erfolgten mit der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot, der Norddeutschen Philharmonie Rostock, dem Staatsorchester Darmstadt und dem Asian Chamber Orchestra Hongkong. Zu den Highlights dieser Saison zählen Engagements mit der Klassischen Philharmonie Bonn (Deutschlandtournee mit Schumanns Violinkonzert) sowie mit der Slowakischen Philharmonie Bratislava im KKL Luzern.
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