#Logoskop dreiundvierzig
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Wenn die Wissenschaft Königin im Humboldt Labor ist, dann ist das #Logoskop ihr Hofnarr. Seit 2021 tritt im Ausstellungsraum der Humboldt-Universität zu Berlin monatlich die Kunstfreiheit an, um mit den Mitteln der Literatur den Blick der Wissenschaft aufzumischen. Mit Mikrofon und Verstärkeranlage ausgestattet wandern je zwei Slam-Poet*innen durch die Ausstellung und tragen Texte vor.
Diesmal mit dabei: Die Slampoet*innen Lucia Lucia und Arne Rautenberg. Gemeinsam kommentieren sie die Ausstellung „On Water“ mit live vorgetragenen Texten. Die Besucher*innen sind eingeladen, sie auf ihrem wortgewandten Rundgang zu begleiten.
Kuratiert von Bas Böttcher
Beteiligte
Lucia Lucia
Lucia Lucia erlangte im November 2017 große Aufmerksamkeit mit ihrer Performance „Mathilda“. Der Mitschnitt aus dem Finale der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften verbreitete sich mit über vier Millionen Aufrufen viral und sorgte bundesweit für ein starkes Medienecho. Seither ist die Hamburger Stadtmeisterin auf Bühnen in ganz Deutschland und der Schweiz unterwegs und arbeitet an ihrer ersten Solo-Tour – mit dem klaren Fokus auf Schreiben und Performen.
Seit 2015 ist sie Teil der Poetry-Slam-Szene. Ihre Auftritte führten sie unter anderem zum Dockville Festival, zum Deichbrand Festival, ins Schauspiel Leipzig, in die Staatsoper Hannover und in die Elbphilharmonie Hamburg.
2017 stand sie im Finale der deutschsprachigen Meisterschaften; der vom NDR aufgezeichnete Finaltext „Mathilda“ wurde millionenfach geklickt. Mit ihrer Solo-Show „Oh, aber ja“ ist sie regelmäßig im Nachtspeicher Hamburg zu erleben. 2019 erschien ihr Gedichtband „Texte, die auf Liebe enden“ im S. Fischer Verlag.
Darüber hinaus ist sie Mitbegründerin und festes Mitglied der Berliner Lesebühne Neuköllner Brett, gemeinsam mit Aron Boks, Wolf Hogekamp und Jacinta Nandi.
Arne Rautenberg
Arne Rautenberg, 1967 in Kiel geboren, lebt dort seit 2000 als freier Schriftsteller und bildender Künstler. Er studierte Kunstgeschichte, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Volkskunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Sein Schwerpunkt ist die Lyrik. Gedichte von ihm erschienen in eigenen Bänden, in renommierten Anthologien wie Reclams Buch der deutschen Gedichte, Der ewige Brunnen und dem Jahrbuch der Lyrik sowie in Zeitungen und Zeitschriften wie FAZ, DIE ZEIT und Akzente. Viele seiner Texte sind auch in Schulbüchern vertreten.
2016 erhielt er den Josef-Guggenmos-Preis für Kinderlyrik, 2017 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen, 2018 in die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Es folgten der Kulturpreis der Stadt Kiel 2020 und der Rompreis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 2022.
Neben seiner literarischen Arbeit entstehen Collagen, visuelle Poesie und Schriftinstallationen, die international ausgestellt wurden. Lehrtätigkeiten führten ihn unter anderem nach Kiel, Konstanz, Hildesheim und Leipzig; von 2006 bis 2020 war er Lehrbeauftragter an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.