Wenn zwei Blüten einander begegnen
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| kostenfrei |
| ab 3 Jahre |
| EG, Foyer |
| Gehört zu: Schicksal oder Wahl? |
Ausgehend von traditionellen südostasiatischen Tanzformen und persönlichen Geschichten entsteht im Foyer des Humboldt Forum eine choreografische Recherche über Beziehung, Nähe und Intimität.
Gemeinsam mit vier Tänzer*innen und einem Sänger erkundet Raymond Liew Jin Pin, wie Menschen miteinander in Verbindung treten und wie Intimität als Raum zwischen Körpern, Stimmen und Erinnerungen entsteht. Mit farbigen Bändern knüpfen sie flüchtige Verbindungen im Raum. Sie machen Nähe und Distanz sichtbar und lassen immer wieder neue Beziehungen entstehen.
Beteiligte
Raymond Liew Jin Pin ist ein malaysischer Choreograf, Tänzer und Performancekünstler, der in Deutschland lebt. In seinen Arbeiten setzt er sich mittels zeitgenössischer Choreografie und Performance mit Fragen zu Geschlechterrollen und sexueller Vielfalt, Intimität und Gemeinschaft auseinander und verbindet dabei das kulturelle Gedächtnis Südostasiens mit den Erfahrungen der Diaspora.
Er begann seine Tanzausbildung in Malaysia, einschließlich traditioneller Tanzpraktiken, und studierte an der National Academy of Arts, Culture and Heritage (ASWARA) in Kuala Lumpur, bevor er sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen fortsetzte.
Seine Arbeiten wurden beim Asian Performing Arts Lab, beim Fringify Festival in Hamburg, beim S_P_I_T Queer Performance Festival in Wien, beim Explore Dance Festival für junges Publikum, bei tanzNRW25, beim SOLO-Festival für künstlerische Alleingänge in Bremen und beim Drama Queer Festival in Bratislava präsentiert.
Hải Nam Nguyễn ist ein vietnamesischer unabhängiger Kurator und Forscher, der zwischen Deutschland und Vietnam arbeitet. Seine Praxis beschäftigt sich mit südostasiatischer Kunst, der Geschichte der ehemaligen DDR und ihren Vertragsarbeiter*innen sowie den Solidaritätsbewegungen unter den sozialistischen „Bruderländern“ der ehemaligen DDR. 2019 wurde ihm das Kurator*innen-Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen verliehen. Nguyễn hat Ausstellungen kuratiert und zu Forschungsprojekten an Institutionen wie dem Museum für zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK), dem Haus der Kulturen der Welt Berlin, dem Schwulen Museum Berlin, der RMIT University Vietnam und der Universität Erfurt beigetragen. Derzeit ist er Gastkurator am Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum.
Pham, Minh Duc ist ein in Berlin lebender Künstler, dessen Praxis aus künstlerischer Forschung zu Arbeitsmigration, Erinnerung und Körperpolitik entsteht. Durch Skulptur, Installation und Performance untersucht er, wie soziale Normen sowie Fürsorge- und Kontrollregime sich in Objekten, Textilien und alltäglichen Gesten materialisieren. Florale Motive, industrielle Referenzen und fragile Präsentationsstrukturen kehren dabei als Träger von Ambivalenz zwischen Zärtlichkeit und Widerstand, Bewahrung und Auslöschung wieder – Räume, in denen gemeinsame Geschichten neu gelesen und neu verhandelt werden können. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Haus der Kulturen der Welt Berlin, der Kunsthalle Osnabrück, dem Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt sowie dem Museum der bildenden Künste Leipzig gezeigt.