Togo: Neue Verbindungen knüpfen
ab Sa, 28. November 2026
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| 9 EUR - Ausstellungsticket für Ethnologische Sammlungen und Museum für Asiatische Kunst erforderlich |
| Ethnologisches Museum, 2. OG, Raum 210 |
| Öffnungszeiten geschlossen |
Wie können koloniale Sammlungen heute neu gelesen werden? Die Ausstellung bringt historische Objekte aus Togo mit zeitgenössischen künstlerischen Perspektiven in den Dialog und lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung ein.
Togo und Deutschland verbindet eine Geschichte – eine geteilte Geschichte. Von 1884 bis 1914 war Togo eine deutsche Kolonie, es herrschten asymmetrische Machtverhältnisse. Das Ethnologische Museum bewahrt Kulturgüter aus Togo aus dieser Zeit. Ihre Aneignung war von Gewalt und Ausbeutung auf der deutschen Seite und Widerstand und strategischer Anpassung auf der togoischen Seite geprägt.
Im Zentrum der Ausstellung präsentieren togoische Forschende ausgewählte Kulturgüter aus der Sammlung. Die gesamten Museumsbestände zugänglich zu machen, den damaligen Widerstand der Bevölkerung sowie ihre kulturelle Vielfalt hervorzuheben, war ihnen besonders wichtig. Zeitgenössische Kunstschaffende aus Togo produzierten eigens für die Ausstellung neue Arbeiten. So entstand ein vielstimmiger Erfahrungsraum. In ihm wird deutlich, wie die unabgeschlossene Vergangenheit die Gegenwart bis heute prägt.
Das wirft Fragen auf: Wenn wir neue Verbindungen zwischen Togo und Deutschland knüpfen wollen, was für ein Umgang mit den Beständen aus Togo ist verantwortungsvoll und zukunftsorientiert?