Gefährlich gefährdet
Do, 11. Februar – Fr, 12. Februar 2027
| Preis: kostenfrei |
| Ticket: Teilnahme auf Einladung |
| Info: Donnerstag findet das Programm in Saal 3 statt, am Freitag in den Werkräumen. |
Die Stiftung Humboldt Forum und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden am 11.-12. Februar zum Netzwerktreffen „Gefährlich gefährdet – Zukunft von Orten mit DDR-Geschichte“ ins Humboldt Forum ein.
Mit dem Symposium „Gefährlich gefährdet – Neuaneignung von Orten mit DDR-Geschichte“ im Rahmen des Programmschwerpunkts „Der Palast der Republik ist Gegenwart“ hatte die Stiftung Humboldt Forum im Februar 2025 nach der Neuaneignung von Orten mit DDR-Geschichte gefragt. Diese Orte werfen auch Jahrzehnte nach dem Mauerfall Fragen nach Haltung, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Zusammenleben auf. Sowohl durch ihre emotionale Aufladung wie durch die Bedarfe zeitgemäßer Nutzung stellen sie Herausforderungen an Betreiber*innen wie Nutzer*innen.
Das Symposium hatte Menschen zusammengebraucht und verbunden, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Orten der DDR-Geschichte beschäftigen – in Gedenkstätten und Museen, der Denkmalpflege, Wissenschaft, Kultur, politischer Bildung, Verwaltung oder Zivilgesellschaft.
An die dort begonnenen Gespräche knüpft das Netzwerktreffen zwei Jahre später wieder an: Welche Entwicklungen haben die einzelnen Projekte genommen? Welche neuen Initiativen und Debatten sind hinzugekommen? Und welche Fragen beschäftigen heute diejenigen, die Orte mit DDR-Geschichte erhalten, gestalten, erforschen, vermitteln oder weiterentwickeln?
Das Netzwerktreffen richtet den Blick besonders auf die praktischen Herausforderungen – von Fragen des Denkmal- und Substanzerhalts über Beteiligungsprozesse und Bildungsarbeit bis hin zum Umgang mit Zeitzeugenschaft und gesellschaftlichen Kontroversen. Zugleich will es die Perspektive erweitern und Erfahrungen aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa einbeziehen, wo vielerorts vergleichbare Aushandlungsprozesse um das bauliche und erinnerungskulturelle Erbe der staatssozialistischen Vergangenheit stattfinden.