{{currentEvent.start_hour}}{{currentEvent.end | time}} Uhr


Vergangene Termine
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('DD') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('MMM') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('YYYY') }}

Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann in Europa die Umsetzung des Marshallplans. Nach den Verheerungen des Faschismus, aber auch aus Furcht vor einer weiteren Ausbreitung des Kommunismus setzte die US-Regierung alles auf eine ökonomische Stärkung der europäischen Gesellschaften – und investierte gigantische Summen in den Kontinent westlich des Eisernen Vorhangs. Denn in der Zwischenkriegszeit hatte auch wirtschaftliches Elend dazu beigetragen, dass sich politischer Extremismus in Massenbewegungen verwandelt hatte.

Bestimmt war die Wirtschaftspolitik Washingtons nach 1945 von dem Gedanken, den Europäern das US-amerikanische Erfolgsrezept zu vermitteln: Auf hohe Produktivität und die Entwicklung eines kontinentalen Markts – so die Maxime – würden Wohlstand und demokratischer Zusammenhalt folgen. Durch wirtschaftliche Stärkung sollte das westliche Europa ein Bollwerk gegen den Kommunismus werden.

Zum 75. Mal jährt sich im Juni 2022 die Rede des US-amerikanischen Außenministers George C. Marshall, in der er den später nach ihm benannten Plan vorschlug. Doch ist der Zusammenhang zwischen Wohlstand, Pluralismus und Demokratie bis heute umstritten. Auch in integrierten Wirtschaftsgemeinschaften sind Demokratien fragile Gebilde geblieben. Die Populismen innerhalb der EU, aber auch der Ukrainekrieg belegen, dass Nationalismus und Autoritarismus in Europa wieder an Attraktivität gewonnen haben. Wenn es aber derzeit etwa um den Wiederaufbau der Ukraine oder gar eines Russlands nach Putin geht, stellt sich die Frage: Sind die Erwartungen des Marshallplans tatsächlich in Erfüllung gegangen? Benötigen wir heute einen neuen Marshallplan und kann er mögliche politische Blaupause oder Inspiration sein? Ein Podium aus Expert*innen debattiert.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Eine Kooperation des Exzellenzclusters SCRIPTS, der US-Botschaft in Berlin und des Humboldt Labors.

 

Teilnehmer*innen

Gehört zu

Organistorische Hinweise

  • Empfehlung zum Tragen einer Maske

    Besucher*innen ab 6 Jahren wird empfohlen, in allen Innenräumen des Humboldt Forums eine FFP2- oder medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Sofern nicht anders vermerkt, gilt dies auch für Führungen und Veranstaltungen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit und der Sicherheit Ihrer Kinder empfehlen wir vor dem Besuch des Humboldt Forums für alle Altersgruppen die Durchführung eines Antigen-Schnelltests.

  • Treffpunkt & Uhrzeit

    Den Treffpunkt für Führungen und den Ort für Workshops finden Sie auf Ihrer Buchungsbestätigung. Damit die Führung pünktlich beginnen kann, bitten wir Sie, 15 Minuten vor Programmbeginn im Humboldt Forum einzutreffen. Berücksichtigen Sie bitte unbedingt diese zusätzliche Viertelstunde bei Ihrer Planung. Vielen Dank!