Mechanische Arena im Foyer im Humboldt Forum
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/ Foto: Stefanie Loos
Veranstaltung in modernem Raum mit Bühnenbeleuchtung und Publikum, das einer Präsentation oder Diskussion folgt.
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Mechanische Arena im Foyer im Humboldt Forum
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/ Foto: Stefanie Loos
Vergangene Termine
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Infolge der Barrikadenkämpfe am 18. März 1848 schoss das preußische Militär auf friedliche Demonstranten. Erst am Morgen dieses Tages war die Pressezensur gefallen und die blutigen revolutionären Umwälzungen dieses Tages konnten die aktuellen politischen Ereignisse nur noch per Flugblatt mitgeteilt werden. Denn die Berliner Tageszeitungen waren nicht mehr tagesaktuell.

Flugblätter trieben den Prozess der öffentlichen Meinungsbildung während der Revolutionstage aktiv voran, inklusive Falschmeldungen. Sie waren das kongeniale Massenmedium. Viele Autoren verbargen sich hinter Pseudonymen. Neue Drucktechniken ermöglichten hohe Druckzahlen in kurzer Zeit. Die Parallelen zur Dynamik aktueller Meinungsbildung in den Sozialen Medien sind verblüffend.

Analogien und Grenzen in der Entstehung, Verbreitung und Rezeption von Nachrichten 1848 und 2023 sind Thema der Paneldiskussion am historischen Ort, in der Mechanischen Arena im Foyer des Humboldt Forums.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Pressemuseum im Ullsteinhaus e. V.

Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

Podium

Sigrid Weigel war von 1999-2015 Direktorin des Leibniz Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL Berlin); zuvor war sie Direktorin des Einsteinforums (Potsdam), im Vorstand des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und Professorin in Hamburg, Zürich, Princeton und an der TU Berlin. Jüngst hat ihre Doktorarbeit Flugschriften 1848 in Berlin. Geschichte und Öffentlichkeit einer volkstümlichen Gattung (1979) eine erneute Aktualität erhalten.

Sigrid Weigel
© Hartwig Klappert

Katharina Nocun ist Publizistin. Sie hat Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Münster und Hamburg studiert. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Spannungsfeld Digitalisierung und Demokratie sowie den Folgen von Desinformation. Ihre Texte erschienen unter anderem in der SZ, bei Zeit-Online, Spiegel-Online und dem Handelsblatt. Der von Nocun produzierte Podcast Denkangebot war 2020 für den Grimme Online Award nominiert. Ihr erstes Buch Die Daten, die ich rief (2018) behandelt das Thema Datenschutz und Digitalisierung.

Katharina Nocun
© Gordon Walters
Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker

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