Führung Un-sichtbare Hände im Museum für Asiatische Kunst
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: Frank Sperling
Vergangene Termine
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Anlässlich des Jubiläums bieten Kurator*innen und Vermittler*innen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst kostenlose Führungen durch die Dauer- und Sonderausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin im 2. und 3. OG des Humboldt Forums an. Die Besucher*innen erhalten dabei besondere Einblicke in aktuelle Projekte, internationale Kollaborationen und spannende Hintergrundinformationen zu besonderen Kunst- und Sammlungsobjekte.

 

 

 

Programm

12:00

Göttinnen, Dämoninnen, Königinnen, Nonnen, Stifterinnen: Frauendarstellungen in der Kunst der alten Seidenstraßen

Führung mit Lilla Russell-Smith, Treffpunkt 3. OG

Seit jeher schufen Menschen Objekte, denen sie übermenschliche Kräfte zuschrieben. Darstellungen von Göttinnen, Dämoninnen, Königinnen u.a. halfen dabei, persönliche oder kollektive Krisen zu meistern. Über Jahrtausende und Kontinente hinweg entstand so eine gestalterische Vielfalt, die bis heute fasziniert.

13:00

Restaurierung im Dialog

Führung mit Mira Dallige-Smith, Treffpunkt 3. OG

Restaurierung ist ein faszinierendes, aber oft verborgenes Berufsfeld im Museum. Was wird wie erhalten und wer entscheidet darüber? Diese Führung beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieser bedeutenden Arbeit.

14:00

Hand-Me-Down / Weiterreichen

Führung mit Uta Rahman Steinert und Mirae kh Rhee, Treffpunkt 3. OG

Mirae kate-hers RHEE ist eine interdisziplinär und forschungsbasiert arbeitende Künstlerin, die in Berlin, Kalifornien und Süd-Korea tätig ist. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie diasporische Identität, erzwungene Migration und kulturelle Aufarbeitung mit den Mitteln von Performance, Installation und der Transformation traditioneller Materialien. Die aktuelle Präsentation ist Teil eines Langzeitprojekts, das das Konzept der Kuriositätenkabinette aus der Perspektive eines transnationalen Feminismus und dekolonialisierender Ansätze betrachtet.

15:00

Sich Verwandt machen

Führung mit Ute Marxreiter und Kerstin Pinther, Treffpunkt 3. OG

Die Führung stellt Künstlerinnen aus Kanada, Südkorea, Nigeria, Ghana, Myanmar, Deutschland, Estland, Usbekistan und den USA vor. Mit den Medien Fotographie, Raum- und Videoinstallation, Zeichnung, Malerei, Mode, Schmuck und Keramik befassen sie sich mit dem Thema Zusammengehörigkeit jenseits von Blutsverwandtschaft oder staatlich normierten Familienbildern.

16:00

Lienzo Seler II

Führung mit Ute Schüren, Treffpunkt F 2.OG

Eines der markantesten Objekte des Ethnologischen Museums ist der „Lienzo Seler II / Coixtlahuaca II“ – Das ca. 16 m2 große Baumwolltuch stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sprecher*innen des Mixtekischen, Nahuatl und Cocho stellten den bemalten Stoff mit Schrifteinträgen im Tal von Coixtlahuaca her, im heutigen Bundesstaat Oaxaca in Mexiko. Dabei zeichneten sie gesellschaftliche Ereignisse auf, die sich über eine Zeitspanne von mehr als 500 Jahren bis in die frühe spanische Kolonialzeit nach 1521 erstrecken.

17:00

Verflochtene Erinnerungen

Führung mit Patrick Helber und Christian Hajer, Treffpunkt F 2. OG

Gezeigt werden die historischen Fotos der avantgardistischen Fotografin Yva (Else Ernestine Neuländer-Simon), die in ihren Werken den Stil der Neuen Frau aus der Weimarer Republik gemeinsam mit Objekten aus kolonialen Kontexten inszenierte. Helber und Hajer diskutieren heutige Perspektiven auf die Werke und verorten sie in der Verflechtungsgeschichte zwischen Kolonialismus und Holocaust in den Ethnologischen Sammlungen.


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