Nachbar - Nomade
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| kostenfrei |
| Englisch |
| Mechanische Arena im Foyer |
| Teil von: SPÄTI |
| Gehört zu: Beziehungsweise Familie |
Der SPÄTI im Humboldt Forum öffnet alle zwei Wochen freitags im Großen Foyer und hat neben den obligatorischen Getränken, Gespräche und Musik im Sortiment. Hier geben Künstler*innen Einblicke in ihre Arbeiten, legen DJs neue und historische Tracks auf und präsentieren Designer*innen innovative Entwürfe. SPÄTI ist eine kleine Bühne des Unvollendeten, der ungewöhnlichen Konzepte und der ungeplanten Zusammenkunft – ohne Anmeldung und kostenfrei.
Am 30. Januar lädt der Dichter Logan February zu Nachbar – Nomade: Presence Out of Place ein, einem Nachmittag mit Lesungen, Gesprächen und Musik mit jungen Berliner Stimmen aus West- und Zentralafrika. Der interdisziplinäre Dichter und Künstler hn. lyonga teilt seine Visionen von Gemeinschaft, Küche und Fürsorge, während der Queer-Aktivist Matthew Blaise die Obodo Nigeria Foundation und ihr Künstlerprogramm vorstellt. Begleitet werden sie von einem DJ Set von mokeyanju.
Beteiligte
Logan February ist ein*e nigerianisch*r Dichter*in und multidisziplinäre*r Künstler*n. Februarys Werk setzt sich mit Begehren, Psychospiritualität und afro-queerer Identität auseinander. Zu Februarys Gedichtbänden gehören „In The Nude“ (Ouida Poetry, 2019) und „Mental Voodoo“ (Poesie Dekolonie/Engeler Verlag, 2024). Der Kurzfilm „Thrall“ war 2025 beim ZEBRA Poetry Film Festival Teil der offiziellen Auswahl. February erhielt den Future Awards Africa Prize for Literature und Stipendien unter anderem vom DAAD Artists-in-Berlin-Programm, der Berliner Senatsverwaltung für Kultur, dem Literaturhaus Wien und der Akademie der Künste. Derzeit ist Logan February Poet in Residence im Humboldt Forum und lebt in Berlin.
Matthew Blaise ist ein nigerianischer Menschenrechtsaktivist und Kulturschaffender sowie Geschäftsführer von Obodo Nigeria, einer von Jugendlichen geführten gemeinnützigen Kunst- und Kulturorganisation, die sich für die Sichtbarkeit von queeren Lebensweisen, kulturelle Rechte und einen Wandel in der Erzählweise einsetzt. Derzeit absolviert er einen Masterstudiengang in Menschenrechten an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), wo er sich in seiner Forschung mit Menschenrechten, queeren Gegenöffentlichkeiten und dem Nachtleben in Lagos beschäftigt.
hn. lyonga ist Autor, Kurator und „Human Maschine Fellow“ am E-Werk Lückenwalde und der Akademie der Künste in Berlin. Seine Arbeit vereint Worte, Nachbarn und Stille. Er schreibt für die Seite, das Ohr, den Kreis und die Gemeinschaft, die sich gegen Auslöschung wehrt. Er wendet sich der Migration zu. Diese Reisen, die aus Enteignung entstanden sind und doch von Erfindungsreichtum geprägt sind, prägen weiterhin das Leben der Kolonisierten, Marginalisierten und derjenigen, die ausharren. lyonga ist Nachbar, Mitglied von BARAZANI.berlin – Forum Kolonialismus und Widerstand und des Kollektivs „Field Narratives“, wo es darum geht, sich zu erinnern und sich zu weigern, wo ländliche Biografien, die Sprache der Vorfahren und kontinentübergreifende Intimitäten neuen Atem finden.
mokeyanju (Jumoke Adeyanju) ist eine interdisziplinäre Klangkünstlerin, mehrsprachige Autorin, Tänzerin und Vinyl-Sammlerin und lebt in Berlin. Sie ist die Gründerin der „The Poetry Meets… Series“ und moderiert ihre eigene Radioshow „Sauti ya àkókò“ auf Refuge Worldwide.