„Niewiedervereinigung: 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit“
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| 5 EUR / ermäßigt 3 EUR - Tickets bald erhältlich |
| Bitte buchen Sie Ihr Ticket im voraus online oder an der Kasse im Foyer. |
| Einlass ab: 18:00 |
| ab 14 Jahre |
| Deutsch |
| Berlin Ausstellung, 1. OG, Saal 5 Berlin Raum |
| Teil von: Über Grenzen: Ziehen, Einreißen und Verschieben |
| Gehört zu: BERLIN GLOBAL |
Unsere Reihe „Über Grenzen: Ziehen, Einreißen, Verschieben“ bei BERLIN GLOBAL geht in die dritte Runde. Diesmal laden wir dich zu einer Lesung aus „Niewiedervereinigung: 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit“ mit der Autorin Paula Fürstenberg ein.
Und darum geht’s:
Paula Fürstenberg blickt auf die deutsche Einheit aus der Perspektive einer Nachwendegeneration. Im „Einheitstaumel“ wurden blühende Landschaften und eine bessere Zukunft versprochen. Die Realität vieler Menschen im Osten war jedoch geprägt von Arbeitslosigkeit, Abwanderung und rechter Gewalt. Entlang ihrer eigenen Biografie, die in den sogenannten Baseballschlägerjahren beginnt, fragt Fürstenberg nach den Leerstellen der deutschen Einheitserzählung. Ihr Buch versteht die Wiedervereinigung nicht nur als demokratische Erfolgsgeschichte, sondern auch als Zäsur, die vom Aufstieg eines neuen Nationalismus und rechter Gewalt begleitet wurde.
Es moderiert die Journalistin und Autorin Nhi Le.
Was noch kommt:
Donnerstag, 12.11.2026, 18:30 Uhr
1989 als Auftrag: Verpasste Chancen, neue Perspektiven
Diskussion in Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB)
Beteiligte
Paula Fürstenberg (geb. 1987) wuchs in Potsdam auf und studierte am Schweizerischen Literaturinstitut sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach ihrem Debütroman „Familie der geflügelten Tiger“ (2016) erschien 2024 „Weltalltage“. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und arbeitet neben dem Schreiben als Kuratorin, Lehrende, Herausgeberin und in künstlerischen Kollektiven. 2026 war sie Jurymitglied des Internationalen Literaturpreises. Im September 2026 erscheint „Niewiedervereinigung: 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit“. Sie lebt in Berlin und im Sommer in Brandenburg.
Nhi Le ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Sie beschäftigt sich mit Medienkritik, Popkultur, Politik und der Einwanderungsgesellschaft in Ostdeutschland, insbesondere mit der vietnamesischen Diaspora. Zur Geschichte vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen und ihrer Nachkommen veröffentlichte sie Reportagen, Essays und Beiträge für die CPPD-Ausstellung „Nước Đức. Vietnamesisch-Deutsche Migrationsgeschichte(n)“. Die ZEIT nahm sie in die Liste der 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen auf, das Medium Magazin 2021 in die „Top 30 bis 30“. Zum 35. Jubiläum der Deutschen Einheit sprach sie einen viel beachteten Kommentar in den Tagesthemen.