Der Mechanische Mann mit dem Handy-Kostüm
© Eva Dehongher
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Der Mechanische Mann mit dem Handy-Kostüm
© Eva Dehongher
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Was haben die Handys in unseren Taschen mit Konflikten und Menschenrechtsverletzungen in der Demokratischen Republik Kongo zu tun? In seiner Performance Kanzunji verbindet der kongolesische Künstler Nada Tshibwabwa weggeworfene Mobiltelefone mit spirituellen Traditionen und der Geschichte von Ausbeutung und Gewalt. Kanzunji ist eine wenig bekannte Figur aus der Mythologie der Baluba, die er neu deutet: der Geist eines Menschen, der in einem Konflikt geopfert wurde und auf der Suche nach Frieden ist.

Ob Kobalt für Smartphones oder Kupfer und Gallium für die Rechenzentren der künstlichen Intelligenz: Der Abbau von Rohstoffen ist weltweit mit sozialen und ökologischen Konflikten und Menschenrechtsverletzungen verbunden. In der Demokratischen Republik Kongo zeigen sich die Folgen des Extraktivismus besonders deutlich und gewaltvoll. Im Gespräch beleuchtet dieser SPÄTI die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, globalen Machtverhältnissen und Menschenrechtsverletzungen.

Beteiligte

Nada Tshibwabwa ist ein multidisziplinärer visueller Künstler und Forscher aus Demokratische Republik Kongo, der derzeit in Kinshasa lebt und arbeitet. In seiner Arbeit setzt er sich mit seinem kongolesischen Erbe auseinander, besonders mit Objekten und Mythen der Luba-Community, indem er den historischen Kontext, die kolonialen Hinterlassenschaften und ihre zeitgenössische Relevanz untersucht.

Nada Tshibwabwa
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Pierre Adenis
Nada Tshibwabwa – CoMuse Fellow 2025

Jacob Häberli ist Historiker und Regionalwissenschaftler aus Berlin. In seiner Arbeit verbindet er Fragen von Erinnerung und Kulturerbe mit der Geschichte von Widerstand und Prozessen der Urbanisierung. 2023 kuratierte er gemeinsam mit Martin Baasch das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung „Geschichte(n) Tansanias” im Humboldt Forum. Zuletzt arbeitete er für die GIZ in den Bereichen politische Kommunikation und Stakeholdermanagement.

Jacob Häberli
© Anita Stetter

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