Die Künstlerin Elena Alonso Fernández bei der Recherche von „Portrait of a Kelp Forest“
© Manuel E. Garci
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Marine Ökosysteme wie Korallen, Quallen oder Seetang prägen seit Jahrtausenden das Leben im Ozean. Sie sind Lebensräume von außergewöhnlicher Vielfalt, schützen Küsten und tragen zum ökologischen Gleichgewicht bei. Doch heute zählen sie zu den am stärksten bedrohten Systemen der Erde. Steigende Meerestemperaturen, die Versauerung der Ozeane und menschliche Eingriffe setzen ihnen weltweit zu.

Im Rahmen der Berlin Science Week widmet sich das Humboldt Labor am 7. November diesen faszinierenden Lebensformen. Die Veranstaltung eröffnet neue Zugänge zu Organismen, die sich naturwissenschaftlichen und kulturellen Deutungen entziehen. Forschende und Künstler*innen aus verschiedenen Disziplinen bringen ihre Blickwinkel ein und erkunden, was marine Lebenswelten über die Geschichte der Erde, die Klimakrise und das Verhältnis von Mensch und mehr-als-menschlicher Welt erzählen.

Im Mittelpunkt steht die Frage nach einer Kultur der Fürsorge: Wie verändert sich unser Blick auf diese Ökosysteme, wenn wir sie als Mitgestalter*innen komplexer Lebensgemeinschaften verstehen? Welche Rolle können Kunst und Wissenschaft spielen, um neue Formen der Aufmerksamkeit, des Wissens und der Verantwortung für die Ozeane zu entwickeln?

Die Veranstaltung lädt ein, marine Lebenswelten als Grenzgänger zwischen Natur und Kultur, Vergangenheit und Zukunft, Wissenschaft und Kunst neu zu entdecken und gemeinsam darüber nachzudenken, was es heute bedeutet, Sorge für die verletzlichen Ökosysteme des Meeres zu tragen.

Programm

16:00-16:30 Uhr

Baumeister und Zeitzeugen: Was Korallenskelette erzählen

Meet the Scientist mit Laura Lehnhoff

Tropische Steinkorallen sind fantastische Baumeister: Winzige Korallenpolypen bilden Kalkskelette, die über Generationen zu gewaltigen Riffen heranwachsen. Damit schaffen sie Lebensräume für unzählige Meerestiere und schützen Küsten vor der Kraft der Wellen. Ihre Skelette sind zugleich Archive der Meeresgeschichte. Chemische Analysen und Röntgenbilder geben Hinweise darauf, wie sich Wassertemperaturen und Umweltbedingungen während ihres Lebens verändert haben, und wie die Korallen darauf reagierten. Wie lesen wir diese Spuren, und was verraten sie über die Zukunft der Riffe in einer wärmer werdenden Welt?

16:30-17:30 Uhr

Artist Talk mit Elena Alonso Fernández und Rasa Weber

Moderation: Daniel Tyradellis

17:30-18:30 Uhr

Buchpräsentation „On Water. Fluid Perspectives“

Mit Anna-Lisa Dieter, Daniel Tyradellis und Dina Fluck

Moderation: Heide Barrenechea

Mehr Informationen: hier.


Beteiligte

Gehört zu

Berlin Science Week
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