Blick auf die Erde vom Mond aus
© NASA / Apollo 8 / William Anders (1968)
Die Erde ist im Hintergrund über der Mondoberfläche vor einem schwarzen Weltraumhorizont sichtbar.
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Wasser gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leben, auch bei der Suche nach Leben jenseits der Erde. Zugleich ist Wasser im Weltraum nicht nur ein naturwissenschaftlicher Befund oder technische Ressource, sondern auch ein kulturell und ethisch aufgeladenes Thema: Wer darf außerirdische Wasserressourcen nutzen, schützen oder erforschen? Der Vortrag fragt danach, welche Bilder von Leben im All uns aus Medien, Science-Fiction und öffentlicher Raumfahrtkommunikation vertraut sind – und welche ethischen Fragen dahinterstehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir über mögliches außerirdisches Leben, planetare Umwelten und menschliche Verantwortung im Weltraum sprechen können, ohne vorschnell nur in Kategorien von Entdeckung, Nutzung oder Besitz zu denken.

Michael Waltemathe ist Akademischer Oberrat an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Seine Arbeit verbindet Fragen von Religion, Bildung, Medien und Naturwissenschaft. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Raumfahrt und Religion, also theologische, philosophische und ethische Aspekte menschlicher Raumfahrt. In Vorträgen und Projekten beschäftigt er sich mit kulturellen und religiösen Deutungen des Weltraums, mit Science-Fiction und mit der Frage, wie Menschen ihre Stellung im Kosmos verstehen.

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