Erste Menschen auf dem Mars (2019). Künstlerische Darstellung der ersten menschlichen Forschenden auf der Marsoberfläche
© NASA/JPL-Caltech
Zwei Astronauten erkunden eine orangefarbene Marslandschaft mit futuristischen Stationen im Hintergrund.
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Die Suche nach Wasser gilt weithin als einer der vielversprechendsten Wege zur Entdeckung außerirdischen Lebens. Doch lange bevor Leben gefunden wird, entstehen Bilder. Hochauflösende Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops, der Artemis-Missionen und computergestützte Visualisierungen prägen unser Verständnis des Universums. Raumbilder bilden Wirklichkeit nicht nur ab; sie wirken aktiv an der Hervorbringung von Konzepten von Leben, Bewohnbarkeit und Andersheit mit. Ulrike Ernst-Auga zeigt, warum Visualität in der Astrobiologie sowohl als wissenschaftliches Instrument als auch als kulturelle Erzählung fungiert. Aus einer kritischen epistemologischen Perspektive fragt sie, wie sich die Raumforschung dekolonisieren lässt und wie wir über Leben jenseits der Erde nachdenken können, ohne koloniale Vorstellungen von Überlegenheit, Besitz oder hierarchischen Formen von Andersheit in unserem Verständnis des Universums zu reproduzieren.

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