Zu viel Ich, zu wenig Wir?
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| kostenfrei - Ticket erforderlich |
| Ticket erforderlich |
| Dauer: 120 min |
| ab 16 Jahre |
| Deutsch |
| Saal 1, EG |
| Teil von: ZEIT Forum Wissenschaft |
Gerade in Wahlmonaten werden Fragmentierung und Spaltung der Gesellschaft besonders deutlich. Oft begleitet von der Frage: Wie sollen wir nach dem Urnengang wieder miteinander ins Gespräch kommen?
Demokratie braucht Gemeinschaft. Sie braucht Orte, privat wie öffentlich, an denen Menschen mit ihren verschiedenen Einstellungen und Lebensformen aufeinandertreffen. Doch gerade diese gemeinschaftlichen Orte verschwinden real oder aus dem Bewusstsein – Nachbarschaften, Vereine, Kirche, Kulturorte.
In unserer digitalisierten Gesellschaft ist es einfach geworden, sich nur noch mit Gleichgesinnten zu umgeben, sei es im Netz oder im Alltag. In der eigenen Blase wird bequem bestätigt, was man sowieso schon zu wissen glaubte, und jede Abweichung davon wird ohne echte Auseinandersetzung als falsch abgetan.
Inmitten der aufgeheizten Stimmung fragen wir uns: Woher kommt dieses kommunikative Versagen? Verlieren wir unseren Gemeinschaftssinn? Denn nichts bringt Menschen mehr dazu, respektvoll miteinander umzugehen und einander zuzuhören, als geteilte Erfahrungen. Deshalb wollen wir miteinander diskutieren, was unsere Gesellschaft spaltet. Erleben wir zu viel Ich und zu wenig Wir?
Auf dem Podium
Annekathrin Kohout ist freie Autorin und Kulturwissenschaftlerin und analysiert Netzkultur, Plattformöffentlichkeit und digitale Bildpraktiken. 2021 promovierte sie an der Universität Siegen über den Nerd als Sozialfigur. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ (Verlag Klaus Wagenbach) sowie der Zeitschrift „POP. Kultur und Kritik“.
Céline Teney ist Professorin für Makrosoziologie an der Freien Universität Berlin. Sie hat an der Université Libre de Bruxelles, Belgien, promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der politischen Soziologie und Soziologie der Migration.
Nora Zabel wurde 1996 in Hagenow, Mecklenburg-Vorpommern, geboren. Sie trat als 15-Jährige in die CDU ein und engagierte sich im Wahlkampf für Angela Merkel. 2025 machte sie in Heidelberg ihren Master in Politikwissenschaften. Sie war als Campaignerin in der Parteizentrale der CDU tätig und arbeitete zuletzt für die CDU-Politikerin und Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler. Heute ist sie als politische Beraterin tätig. 2025 erschien ihr Buch „Vereint in Zerrissenheit – Die ostdeutsche Generation Z zwischen zwei Welten“ im Verlag Droemer Knaur.
Sibylle Anderl leitet das Ressort Wissenschaft der ZEIT. Sie studierte Physik und Philosophie in Berlin und wurde dann in Bonn im Fach Astrophysik promoviert. Danach forschte sie zunächst einige Jahre in Grenoble zum Thema Sternentstehung, bevor sie 2017 als Redakteurin ins Feuilleton der „FAZ“ wechselte. 2021 wurde sie dort in die Leitung des Wissenschaftsressorts berufen, 2024 wechselte sie zur ZEIT nach Hamburg. Sibylle Anderl ist Herausgeberin der Kulturzeitschrift „Kursbuch“ und Autorin verschiedener Sachbücher. Für ihre publizistischen Leistungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
Kathrin Kühn ist Redakteurin und Moderatorin in der Deutschlandfunk Wissenschaftsredaktion. Sie ist dort für die Gesellschaftswissenschaften zuständig und verantwortet den Podcast „Systemfragen“. Kathrin Kühn hat am Dortmunder Institut für Journalistik zu Relevanzentscheidungen und Formatentwicklung fürs Podcasting promoviert und parallel in einem EU-Forschungsprojekt zu Europäischer Öffentlichkeit gearbeitet. Vor dem Deutschlandfunk war die Diplom-Journalistin mehr als 15 Jahre lang Nachrichtenjournalistin und später crossmediale Chefin vom Dienst im WDR. Aufgewachsen als Nichtakademiker-Kind in Ostwestfalen und im Ruhrgebiet gibt sie Workshops für Volontärinnen und Volontäre zu Perspektivenvielfalt und der Bedeutung der eigenen Sozialisation für die journalistische Arbeit.
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