fuga. Klangausstellung im Hörraum
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| Ticket für die Lange Nacht der Museen erforderlich |
| 2. OG, Hörraum |
| Gehört zu: Lange Nacht der Museen 2026 |
Ein kollektives Hörerlebnis, in dem archivarische Spuren, queere Geschichten und Narrative von Migration miteinander verwoben werden.
fuga ist eine Klangausstellung der Künstlerin Netta Weiser, präsentiert im Hörraum des Humboldt Forums. Im Rahmen der Langen Nacht der Museen bietet diese geführte Listening Session eine besondere Gelegenheit, die Installation durch kollektives und verkörpertes Zuhören zu erleben.
Die Ausstellung reaktiviert ein Archiv von Tonaufnahmen, die von Birgitte Schiffer in den 1930er Jahren in Ägypten gemacht wurden. Schiffer war eine jüdisch-deutsche Komponistin und Musikethnologin, deren Leben von Vertreibung und Exil geprägt war. Während ihrer Feldforschung in der Siwa-Oase, einer isolierten Gemeinschaft in der Sahara, dokumentierte sie seltene Klangzeugnisse, darunter ein von einem Kinderchor gesungenes Trauerlied sowie queere Liebeslieder.
Speziell für die besondere Klangumgebung des Hörraums im Humboldt Forum entwickelt verwandelt fuga diese archivarischen Spuren in eine Choreografie aus Klang und diasporischer Erinnerung. In dieser geführten Listening Session erzählt Netta Weiser die bemerkenswerte Geschichte von Birgitte Schiffer und führt das Publikum durch eine verkörperte Hörerfahrung.
fuga lädt das Publikum dazu ein, über Zeit und geografische Grenzen hinweg zu hören und verdrängte Geschichten von Exil, Begehren und komplexen Identitäten in einer sich ständig bewegenden Klangwelt in Resonanz zu bringen.
fuga
Klangausstellung von Netta Weiser
Kurator: Maurice Mengel
Performance mit und von Roy Amotz
Installation in Zusammenarbeit mit:
Flöte: Roy Amotz
Elektronik: Michael Hauschke
Gesang: Chanan Ben Simon
Video: Itay Marom
Besonderer Dank an Dr. Matthias Pasdzierny, Albrecht Wiedmann, Eleanor and Naomi Volaski Aram
Auftragswerk der Abteilung Medien des Ethnologischen Museums, Staatliche Museen zu Berlin
Gefördert von Artis im Rahmen der Exhibition Grant Initiative
Eine frühe Version dieser Arbeit wurde im Maamuta Center for Art and Research im Hansen House, Jerusalem, präsentiert, gefördert durch das Residenzprogramm des Goethe-Instituts Jerusalem.