Alpenspaziergang
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| Preis: kostenfrei mit Ausstellungsticket Ethnologische Sammlungen |
| Ticket: Für den Besuch ist ein Ausstellungsticket erforderlich, mit dem Sie vorher und hinterher auch die Ethnologischen Sammlungen und das Museum für Asiatische Kunst besuchen können. |
| Info: 3. OG, Start: Raum 309, dann Raum 315 |
| Altersempfehlung: ab 6 Jahre |
| Welche Sprachen: Deutsch |
| Barrierefreiheit: Für Menschen mit Sehbehinderung |
| Teil von: Mikrokonzerte des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin |
Robert Walser war ein leidenschaftlicher Wanderer. Doch es ging ihm nie darum, Gipfel zu erklimmen, sondern – allein über blumige Wiesen eilend – das nächste Gasthaus zu erreichen, sich von der dortigen alpenländischen Musik ein paar Brosamen reinen Glückes aufzusammeln, zu reflektieren über das Leben an sich, verstohlen blinzelnd, über das obligatorische Verlegenheits-Bier gebeugt. Genau dieses Bild wollen „Samtblech“ und der Sprecher und ehemalige Tuba-Spieler Georg Schwark im Mikrokonzert aufleben lassen: Walser – witzig nachdenklich, komisch ernst, um ihn herum herrliche alpenländische Musik – auf den höchsten Ausstellungsflächen im Humboldt Forum.
„Er ist nach wie vor rätselhaft. Ein verwildertes literarisches Grab. Und es dürfte noch schwieriger sein als bei Kafka, zu vernünftigen Meinungen über ihn zu gelangen.“ Der deutsche Schriftsteller Martin Walser hat viel nachgedacht über Robert Walser, seinen großen Schweizer Namensvetter, mit dem er in keiner Weise blutsverwandt ist, wohl aber geistig und literarisch eng verbunden. Robert Walser, 1878 in Biel geboren, gilt heute als einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. 1929 geriet er wegen einer psychischen Krise in die Psychiatrie, deren Rahmen er nie mehr verlassen sollte. Er gab das Schreiben vollständig auf und starb 1956 während eines Weihnachtsspazierganges im Schnee.
Programm
I
Franz Schubert (1797 – 1828)
Vier Ländler
Robert Walser (1878 – 1956)
„Die Wurst“
Othmar Schoeck (1886 – 1957)
„Nachklang“
Joseph Horovitz (1926 – 2022)
Brass Polka
II
Traditionell
„In der Plattner-Stub’n“, „Goassberg-Polka“
Robert Walser
„Basta“
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
„Die Hochzeit des Figaro“ – Ouvertüre
Beteiligte
Geboren 1984 in Frankfurt am Main, erhielt Simone Gruppe im Alter von 9 Jahren ersten Trompetenunterricht an der Jugendmusikschule Frankfurt bei Sunhild Pfeiffer. Nach dem Abitur studierte sie zunächst bei Prof. Klaus Schuhwerk, Heiko Hermann und Balázs Nemes an der Hochschule für Musik Frankfurt und bei Prof. Sepp Eidenberger an der Bruckner-Universität in Linz/Österreich. Anschließend wechselte sie an die Hochschule für Musik Karlsruhe zu Prof. Reinhold Friedrich, wo sie ihr Masterstudium mit Auszeichnung abschloss.
Orchestererfahrung sammelte sie unter anderem im Europäischen Jugendorchester (EUYO) und dem Gustav Mahler Jugendorchester. Nach Praktika im Orchester des Nationaltheaters Mannheim und bei den Stuttgarter Philharmonikern ist sie seit 2010 Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.
Anne Mentzen wurde 1981 in Braunschweig geboren, wo sie mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhielt. Im Alter von neun Jahren begann sie mit Hornunterricht und wurde ab 1998 von Theodor Wiemes, dem Solohornisten der Radiophilharmonie Hannover, ausgebildet.
Nach dem Abitur nahm sie im Herbst 2000 ein Studium im Hauptfach Horn in der Klasse von Marie-Luise Neunecker an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main auf. Ab 2003 studierte sie bei Thomas Hauschild an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, wo sie ihre Ausbildung mit Auszeichnung abschloss.
Anne Mentzen gewann sowohl mit dem Horn als auch auf dem Klavier mehrfach Bundespreise bei „Jugend musiziert“ und Preise anderer Wettbewerbe. 1999 wurde sie neben dem ersten Bundespreis mit einem Sonderpreis des Hannoverschen Künstlerbundes ausgezeichnet und 2000 zusätzlich mit dem Niedersachsenpreis für „herausragende Leistungen auf kulturellem Gebiet“. Außerdem erhielt sie Stipendien der Volkswagen Bank (1999), des Richard-Wagner-Verbandes (2000) und der Gustav Mahler Academy (2002, 2005).
Die Hornistin sammelte Orchestererfahrung im Landes- und im Bundesjugendorchester, im Gustav Mahler Jugendorchester und wurde mehrfach zur Internationalen Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals eingeladen. Nach einem Praktikum im Israel Philharmonic Orchestra und einer befristeten Stelle im Staatsorchester Kassel ging sie 2005 als Praktikantin an die Deutsche Oper Berlin.
Seit 2006 ist Anne Mentzen Hornistin des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Hier spielt sie auch in verschiedenen Kammermusikformationen, wie z.B. dem Ensemble „Samtblech“.
Hannes Hölzl wurde 1987 im österreichischen Bad Hofgastein (Land Salzburg) geboren. Nachdem seine musikalische Ausbildung im Blockflötenspiel seinen Anfang genommen hatte, wechselte er mit 5 Jahren zum Tenorhorn. Im Alter von 10 Jahren erhielt er zusätzlich Posaunenunterricht beim Goldegger Musikschullehrer Gernot Pracher. Später studierte er an der renommierten Universität „Mozarteum“ in Salzburg bei Prof. Dany Bonvin.
In den Jahren 1998 bis 2000 absolvierte Hannes Hölzl die Leistungsabzeichen des österreichischen Blasmusikverbandes in Bronze, Silber und Gold, alle mit „ausgezeichnetem Erfolg“. Des weiteren war er bei zahlreichen internationalen Wettbewerben erfolgreich: Er war Sieger des Wettbewerbs „Prima la musica“, erhielt den 2. Preis in Córdoba (Argentinien) sowie den 1. Preis beim „European Solo Champion“ in Montreux, den 4. Preis beim Internationalen Blechbläserwettbewerb in Markneukirchen (Deutschland), den 4. Preis bei der Konkurrenz „Città di Porcia“ in Italien, den 2. Preis beim „Prager Frühling” (bei Nichtvergabe des 1. Preises), wo er außerdem den „Gustav Mahler Preis“ als jüngster Finalist des gesamten Wettbewerbs und den „Preis der Stadt Prag“ als erfolgreichster Finalist des Posaunenwettbewerbs erhielt. Auch wurde er mit dem 2. Preis beim Internationalen Posaunenwettbewerb in Budapest ausgezeichnet, ebenfalls erhielt er den Förderpreis der Wiener Symphoniker.
Hannes Hölzl ist Mitglied verschiedener Blechbläserensembles und tritt als Solist mit verschiedenen Blasorchestern und Symphonieorchestern im In- und Ausland auf, unter anderem in China, Amerika, Tunesien, Tschechien, Italien, Schweiz, Deutschland u.v.m.
Mit 18 begann Hannes Hölzl seine Laufbahn im großen Symphonieorchester beim Gustav Mahler Jugendorchester. Noch im selben Jahr gewann er eine 2-jährige Praktikumsstelle beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In dieser Zeit erspielte Hannes Hölzl seine erste Festanstellung am Mainfrankentheater Würzburg, die er mit 21 Jahren als Soloposaunist antrat. Seit 2012 ist er nun Soloposaunist des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.
Fabian Neckermann, 1995 im unterfränkischen Ochsenfurt geboren, ist seit 2018 Solo-Tubist im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und zudem seit 2021 als Dozent an der Internationalen Musikakademie Anton Rubinstein tätig.
Nach seinen Anfängen im heimischen Musikverein absolvierte er eine zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Ensembleleiter an der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen mit dem Instrumentallehrer Udo Schneider. Im Jahr 2013 folgte das Studium bei Prof. Jens Bjørn-Larsen an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo er seinen Bachelor mit Bestnote abschloss.
Erste Orchestererfahrungen sammelte er als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und im europäischen Gustav Mahler Jugendorchester, sowie als Akademist bei der Staatsphilharmonie Nürnberg und dem Bayerischen Staatsorchester München.
Gastspiele als Orchestermusiker führten ihn darüber hinaus zu den Opernhäusern nach Würzburg, Saarbrücken, Bonn, Hamburg, Berlin, wie auch zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem hr-Sinfonieorchester und den Berliner Philharmonikern.
Beim Deutschen Musikwettbewerb 2016 war Fabian Neckermann Finalist, woraufhin er einen Sonderpreis des „Capriccio Kulturforums – Gesellschaft zur Förderung von klassischer Musik und Kultur e.V.“ erhielt und als Stipendiat in die 61. Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen wurde. Im Finale stand er als Solist mit dem Beethoven Orchester Bonn auf der Bühne.
Mit seinem aus drei Tuben bestehenden Ensemble „Trio 21meter60“ wurde er im Jahr 2022 mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet. Außerdem ist er regelmäßiger Gast in Ensembles wie „Genesis Brass“, dem „Blechbläserensemble Ludwig Güttler“ und dem „Brass Ensemble des Lucerne Festival Orchestra“.
Georg Schwark ist ein spiel- und experimentierfreudiger Kammermusiker. Er hat schon früh begonnen, die üblichen Konzertformen aufzubrechen. So entstanden in enger Zusammenarbeit mit Wenzel musikalisch-szenische Inszenierungen, wie z. B. „TUBAWADUO“, „Die Vorfreude des Kesselpaukers auf Schillers Ode an die Freude“, „Radio Tubawahn“ etc. Legendär war die Inszenierung von Maurizo Kagels „Varieté“.
Jahrelang hat er zusammen mit seinem Kollegen Alexander Voigt eine Konzertreihe des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) im Radialsystem in Berlin szenisch moderiert und mehrere Jahre mit Frido Solter vom Deutschen Theater Berlin zusammengearbeitet. Er hat in RSB-Konzerten die Texte von „Peter und der Wolf“, „Karneval der Tiere“ und andere gesprochen. Georg Schwark war viele Jahre der Solotubaist des RSB.