Keyvisual Campus Konzert
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto / Photo: Victor Adewale
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Keyvisual Campus Konzert
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Vergangene Termine
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Das Beethovenfest kommt nach Berlin und bringt junge Musiker*innen aus Nigeria und Deutschland zusammen. Sie spielen Werke von Ludwig van Beethoven, Olufęlá Şowándé, Cassie Kinoshi, Mauricio Kagel in diversen Bearbeitungen – sowie alte und neue Lieder aus Nigeria und Deutschland.

Das Humboldt Forum beschäftigt sich in seinen Sammlungen (den 2022 nach Nigeria rückübertragenen Benin-Bronzen) und im Programmbereich mit Geschichte und Gegenwart des westafrikanischen Staates. Das Campus-Projekt ist seit seiner Gründung ein zentraler Bestandteil des Bonner Beethovenfestes. Jedes Jahr aufs Neue geht es darum, junge Musiker*innen aus Deutschland mit Musiker*innen aus einem nahen oder fernen Gastland in Kontakt und Austausch zu bringen, Horizonte zu erweitern, Spieltechniken, Hörgewohnheiten und Herangehensweisen zu überprüfen und so die Entwicklung der musikalischen Jugend hier wie dort zu fördern. Dabei steht stets ein zentrales Werk Beethovens auf dem Programm, das durch Werke mit Bezug zum Gastland ungewöhnlich beleuchtet, gebrochen oder ergänzt wird. Das Symphonieorchester der Nationalen Musikakademie der Ukraine machte 2001 den Anfang beim internationalen Orchestercampus, wie das Projekt zu Beginn noch hieß. In den folgenden Jahren kamen unzählige Musiker*innen aus Ländern wie Brasilien, Vietnam, Irak, Südafrika, Indien oder Mexiko hinzu.

Das Campus-Projekt legt in diesem Jahr den Fokus auf Nigeria. Lagos macht zur Zeit eine rasante Entwicklung durch, hat ein pulsierendes Musikleben und gilt als inoffizielle Kulturhauptstadt Afrikas. Das Land im Umbruch ist der passende Begegnungsort für ein Festival, das sich im Angesicht der zahlreichen weltweiten Veränderungen das Jahresmotto »Alles Ultra« gegeben hat.

Junge Musiker*innen des Gastlands kommen in Lagos und Bonn mit Mitgliedern des Bundesjugendorchesters für intensive Probenphasen zusammen. Unter der künstlerischen Leitung der Afrobeat-Band BANTU erarbeiten sie eigene Musik für ein kulturübergreifendes Konzert, in dem Beethoven auf nigerianische Musiktradition und aktuelle musikalische Strömungen der Popkultur im Land trifft.

Adé Bantu, musikalischer Kopf der diesjährigen Campus-Ausgabe und bekannt für »music with a message«, lässt das Ensemble eigene Songs mit klarer politischer Aussage spielen. Dazu programmiert er deutsche und nigerianische Traditionals und ein Meisterwerk nigerianischer Klassik von Olufęlá Şowándé. Mit »odò« (»Fluss«) liefert die nigerianisch-britische Komponistin Cassie Kinoshi eine Hommage an die Yorùbá-Kultur Nigerias. Und zwischendrin blitzt die »Egmont-Ouvertüre« auf – Beethovens universelle Botschaft für Freiheit und den Widerstand gegen jegliche Tyrannei.

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Ablauf

18:00 Uhr, Foyer: Konzerteinführung mit Cassie Kinoshi, Adé Bantu, Farouk Olawale Shokanbi und Meret Louisa Vogel / Moderation: Anastassia Boutsko
19:00 Uhr, Saal 1: Begrüßung und anschließend Konzert

 

 

Ludwig van Beethoven (1770–1827):
Ouvertüre zu .Egmont. in Ausschnitten, arr. von Josef Bach & Tobias Wagner

BANTU
Ten Times Backwards / Cash and Carry / We No Go Gree, arr. von Isaiah Oladele

Yoruba Traditional
Ọmọ tó mọ́ íyà rẹ̀ lójú, arr. von Josef Bach

Deutsches Traditional
Die Gedanken sind frei, arr. von Isaiah Oladele

Olufęlá Şowándé (1905–1987)

Nostalgia. & .Akinla aus African Suite

Fela Kuti (1938–1997)
Colonial Mentality

Mauricio Kagel (1931–2008)
aus 10 Marches to Miss the Victory:

  1. Vivace
  2. Moderato
  3. Allegro

Cassie Kinoshi (*1993)
odò (river) (Uraufführung)

BANTU
Yeye Theory &  Disrupt The Programme
arr. von Isaiah Oladele

 

Mitglieder des Bundesjugendorchesters

Meret Louisa Vogel: Einstudierung & Flöte
Leopold Reinhold Kern: Oboe
Luis McCall: Klarinette
Jakob Felix Schweigert: Fagott
Luisa Lei Noëlle Ye: Viola
Florian Schellenberg: Viola

Junge Musiker:innen aus Nigeria

Farouk Olawale Shokanbi: Violine
Mary Ifeoluwa Olaniran: Violine
Oladimeji Caleb Babalola: Violine
Michael Oluwakayode Omoniyi: Viola
Mary Joan Ugomma Osuji: Violincello
Chizaramekpere Epiphania Ndubuisi: Violoncello

 

Mitglieder der Band BANTU

Adé Bantu: Konzept & Vocals
Isaiah Oladele: Musikalische Leitung & Posaune
Kazeem Abiodun Amusa Talking: Drum
Mayowa Matthew Oshuntokun: Bassgitarre
Opeyemi Joseph Oyewande: Trompete
Olukorede Solomon Omirinlewo: E-Gitarre
Babatunde Jimoh Alabi: Drumset
Ifunanya Jane Udemba: Background Vocals
Damilola Eunice Williams: Background Vocals

 

Cassie Kinoshi: Komposition & Saxofon

Jasper Lecon: Einstudierung odò

Fatou Muloshi: Moderation

Anastassia Boutsko, Deutsche Welle: Begrüßung und Einführung

 

 

Kurzbiographien

Adé Bantu (*1971 in London als Adegoke Odukoya) ist ein deutsch-nigerianischer Musiker, Produzent und Aktivist. Bekannt wurde er 2001 mit dem antirassistischen Projekt Brothers Keepers und der Single Adriano (Letzte Warnung). Mit seiner Band Bantu verbindet er afrikanische Musiktraditionen mit Hip-Hop und Soul und wurde 2005 für das Album Fuji Satisfaction mit dem Kora Award ausgezeichnet.

Adé Bantu
© Ingo Buerfeind

BANTU (Brotherhood Alliance Navigating Towards Unity) ist ein 13-köpfiges Kollektiv mit Sitz in Lagos, das 1996 von Ade Bantu, Abiodun, Patrice und Amaechi Okerenkwo in Köln gegründet wurde. Ihr Sound verbindet Afrobeat, Afrofunk, Highlife und Yoruba-Traditionen und brachte der Gruppe internationale Anerkennung. Mit politisch aufgeladenen Texten und Kollaborationen mit Künstlern wie Tony Allen und Seun Kuti prägt die Band zudem das einflussreiche Konzertformat Afropolitan Vibes in Lagos.

BANTU
© Victor Adewale

Cassie Kinoshi (*1993) ist eine britische Jazzsaxophonistin, Komponistin und Bandleaderin. Bekannt wurde sie zunächst mit dem Septett Nérija; seit 2016 leitet sie die zehnköpfige Gruppe SEED Ensemble , dessen Debütalbum Driftglass 2019 für den Mercury Prize nominiert war. Neben ihrer Arbeit mit Kokoroko und Kollaborationen mit Musiker*innen wie Nubya Garcia oder Sons of Kemet komponiert sie für Film, Theater und klassische Ensembles und gilt als eine der prägenden Stimmen der jungen britischen Jazzszene.

Cassie Kinoshi
© Aurore Fouchez

Partner

Beethovenfest
Deutsche Welle
Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker

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