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Der Reichtum des europäischen Barock ist ohne die Kolonisierung Südamerikas nicht denkbar. 500 Jahre später treffen im teilrekonstruierten Barockschloss nun zeitgenössische Indigene Musik, Quechua Rap, elektroakustische Musik und Alte Musik europäischer Tradition zusammen. Das zweite Konzertprojekt der Reihe MUSICAL BELONGINGS lädt Musiker*innen aus den Anden-Regionen in Peru und Kolumbien zu einer außergewöhnlichen musikalischen Begegnung mit der lautten compagney BERLIN ein.

Zu Gast ist die peruanische Rapperin Renata Flores (Peru) mit zwei Musiker*innen aus der Quechua-Tradition: Anthony Córdova und Pedro Alca (Peru) mit Andenflöten (Quena, Sampoña und Quenachos). Die Komponistin Ana María Romano G. (Kolumbien) entwickelt eigens eine neue Komposition für das Projekt.

 

Trailer Musical Belongings I
Aufführung Musical Belongings I: lautten compagney BERLIN trifft indische Raga-Musik
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Frank Sperling

Ausgangspunkt der gemeinsamen Recherchen der lautten compagney BERLIN mit den südamerikanischen Musiker*innen ist der 1631 gedruckte Hymnus „Hanacpachap cussicuinin“, der endet mit dem Ruf „Huaciascaita!“, „Ihr Himmel, erhört uns!“. Es handelt sich dabei um das älteste Zeugnis eines gedruckten Musikstücks auf Quechua. Das Stück ist der Überlieferung nach verfasst von einem anonym gebliebenen indigenen Studenten des Franziskanermönchs Juan Pérez Bocanegra. Als Hybrid ist das Stück vielfach interpretierbar. Es zeugt von christlichem Missionierungseifer und vom Import der spanischen Vokalpolyphonie nach Peru, zugleich eignet sich die indigene Ritual- und Musikkultur der Quechua die europäische Tradition aber auch an und deutet den katholischen Marienkult um zur Kosmosvision der Quechua. Auf die historischen Dokumente des sogenannten „Jesuitenbarock“ geben die Raps von Renata Flores eine zeitgenössische Antwort.

Ana María Romano G. wird sich in ihrer elektroakustischen Auftragskomposition mit dem Phonogramm-Archiv des Humboldt-Forums befassen und die Funktionen einer kolonial motivierten Klang-Erfassung der Welt befragen.

Bereits um 18 Uhr gibt es eine musikalische Einführung im Großen Foyer und im Anschluss stehen die Musiker*innen aus Kolumbien und Peru und die lautten compagney für Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Programm und den Musiker*innen finden Sie hier: MUSICAL BELONGINGS II | lautten compagney

 

Programm

Renata Flores gilt als die Quechua Rap Queen aus Peru. Sie kommt aus einer musikalischen Familie, hat Quechua studiert und ist heute eine der bekanntesten Stimmen des Landes, als politische und musikalische Botschafterin der indigenen Gemeinschaften.

Renata Flores – YouTube

 

Ana María Romano G. arbeitet mit elektroakustischer Musik, Live-Instrumenten und Field Recordings. Als Forscherin hat sie sich viel beschäftigt mit Jacqueline Nova, der großen Pionierin der lateinamerikanischen Musik, die in ihrer Komposition „Creación de la tierra“ schon in den frühen siebziger Jahren mit indigenen Musikerinnen kollaboriert hat.

 

Mitwirkende

Renata Flores – Quechua Rap
Anthony Córdova – Quena, Sampoña, Quenachos, Charango
Pedro Alca – Quena, Sampoña, Quenachos
Ana María Romano G. – Komposition, Klanginstallation

June Telletxea – Sopran
Amélie Saadia – Mezzosopran
Amin Kachabia – Tenor
Elías Arranz – Bariton

Wolfgang Katschner – Musikalische Leitung
Christian Filips – Musikdramaturgie

lautten compagney BERLIN
Andreas Pfaff, Javier Aguilar Bruno — Violine
Martin Bolterauer — Zink
Martin Ripper — Blockflöte
Ulrike Paetz — Viola
Bo Wiget — Violoncello
Annette Rheinfurth — Kontrabass
Till Krause — Posaune
Wolfgang Katschner, Hans-Werner Apel, Thor-Harald Johnsen — Laute
Daniel Trumbull — Cembalo
Peter Bauer, Lucas Rauch — Percussion

 

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