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Die Ballad Opera „Polly“ von Johann Christoph Pepusch und John Gay entstand 1729 als Fortsetzung von „The Beggar’s Opera“, die 1728 in London als Sensation gefeiert worden war. Auf Grund politischer Wirren wurde sie allerdings erst 1777 uraufgeführt. Eine bunte Londoner Gesellschaft des 18. Jahrhunderts verschlägt es in dieser Oper in die Karibik, auf die sogenannten Westindischen Inseln, deren Name von der Dummheit der ersten europäischen Kolonisatoren zeugt, die diese karibische Inselgruppe für einen Teil Indiens hielten.

In dieser englischen Ballad Opera treten auch sogenannte „indianische“ Charaktere wie Pohetohee und Cawwawkee sowie diverse Piraten auf, die auf „Polly Peachum“ treffen. In Kontrast zu den exotischen Projektionen tritt originale Musik aus der Karibik, vor allem der sogenannte Punta, eine afro-indigene Tanzform, die von den Garifuna auf den Antillen praktiziert wird. Der wohl berühmteste Punta-Song „Sofa de Caracol“ wird für dieses Programm für alte europäische Instrumente und typische Percussions-Instrumente des Punta bearbeitet (Schildkrötenschellen, Garifuna Drums, Shekere, Congas). Die Neukomposition einer*eines Komponist*in aus der Karibik soll sich mit dem kolonialen Blick der „Polly“-Opera befassen und zeitgenössisch darauf reagieren. Das Gespräch mit den Musiker*innen nach dem Konzert beschäftigt sich mit den europäischen Projektionen auf die Karibik. Es geht auch auf die musikalischen Überlieferungstraditionen der Garifuna ein, die 1797 als Sklaven nach Honduras gekommen sind.

 

Trailer Musical Belongings I
Aufführung Musical Belongings I: lautten compagney BERLIN trifft indische Raga-Musik
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Frank Sperling

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