Kochbox
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| kostenfrei |
| Mechanische Arena im Foyer |
| Gehört zu: Schicksal oder Wahl?, Beziehungsweise Familie |
Das Kollektiv groundtable, bestehend aus den Künstler*innen Gift Lalicha Lalitsasivimol und Kitman Pik Chee Yeung, lädt zu einer interaktiven Performance über Essen, Erinnerung und Zugehörigkeit ein. Gemeinsam erforschen sie, wie kulinarisches Wissen über Grenzen hinweg weitergegeben wird und mit Fragen von Migration und Identität verbunden ist. Anhand von Fragen zu Zutaten, Rezepten und persönlichen Erinnerungen regt die Performance dazu an, über Geschmack, Herkunft und gemeinsame Erfahrungen nachzudenken. Aus den Reaktionen und Erzählungen der Teilnehmenden entwickelt groundtable einen individuellen Snack. So wird Essen als Praxis von Fürsorge, Empathie und gegenseitigem Verstehen erfahrbar.
Beteiligte
groundtable ist ein Kollektiv, das sich mit der Idee einer universellen kulinarischen Identität sowie den sozio-anthropologischen Dimensionen des kulinarischen Erbes und der Migration auseinandersetzt. Es erforscht den Austausch von vertrauten und unbekannten Zutaten, Rezepten, Geschichten, Fiktionen und Vorstellungen. Mithilfe partizipativer Methoden wie Workshops und dem Austausch von Rezepten arbeitet das Kollektiv mit lokalen und internationalen Gemeinschaften zusammen. groundtable entstand 2024 in Weimar als Schnittpunkt zweier Künstler*innen: Gift, geboren und aufgewachsen in Bangkok, und Kit, geboren in Hongkong und aufgewachsen in Perth, Australien.
Gift Lalicha Lalitsasivimol (geb. 1997, Bangkok)
Mit einem Hintergrund in Innenarchitektur verbindet Gift forschungsbasierte Ansätze mit kuratorischen Praktiken und aktiviert das Publikum durch partizipative Methoden und räumliche Erzählungen.
Kitman Pik Chee Yeung (geb. 1999, Hongkong)
Als interdisziplinäre*r Künstler*in mit einem Hintergrund in den Neurowissenschaften erforscht Kit Fragen der Identität durch öffentliche Interventionen und partizipative Projekte, die oft im Kontext von Migration angesiedelt sind.
Hải Nam Nguyễn ist ein vietnamesischer unabhängiger Kurator und Forscher, der zwischen Deutschland und Vietnam arbeitet. Seine Praxis beschäftigt sich mit südostasiatischer Kunst, der Geschichte der ehemaligen DDR und ihren Vertragsarbeiter*innen sowie den Solidaritätsbewegungen unter den sozialistischen „Bruderländern“ der ehemaligen DDR. 2019 wurde ihm das Kurator*innen-Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen verliehen. Nguyễn hat Ausstellungen kuratiert und zu Forschungsprojekten an Institutionen wie dem Museum für zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK), dem Haus der Kulturen der Welt Berlin, dem Schwulen Museum Berlin, der RMIT University Vietnam und der Universität Erfurt beigetragen. Derzeit ist er Gastkurator am Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum.
Pham, Minh Duc ist ein in Berlin lebender Künstler, dessen Praxis aus künstlerischer Forschung zu Arbeitsmigration, Erinnerung und Körperpolitik entsteht. Durch Skulptur, Installation und Performance untersucht er, wie soziale Normen sowie Fürsorge- und Kontrollregime sich in Objekten, Textilien und alltäglichen Gesten materialisieren. Florale Motive, industrielle Referenzen und fragile Präsentationsstrukturen kehren dabei als Träger von Ambivalenz zwischen Zärtlichkeit und Widerstand, Bewahrung und Auslöschung wieder – Räume, in denen gemeinsame Geschichten neu gelesen und neu verhandelt werden können. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Haus der Kulturen der Welt Berlin, der Kunsthalle Osnabrück, dem Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt sowie dem Museum der bildenden Künste Leipzig gezeigt.