Parte de Nós
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| 16 EUR / ermäßigt 8 EUR |
| Bitte buchen Sie Ihr Ticket vorab online oder an der Kasse im Foyer. |
| Künstler*innengespräch im Anschluss an die erste Vorstellung am 04.10. |
| Start: Mechanische Arena im Foyer |
| ab 12 Jahre |
| Deutsch, Englisch, Portugiesisch |
| Deutsche und englische Untertitel |
| Gehört zu: Transkontinentale 2026 |
Seit Anbeginn der Zeit erzählen wir uns gegenseitig Geschichten darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein, woher wir kommen und wo wir hingehören. Einige dieser Geschichten prägen unser Leben bis heute, während andere in Vergessenheit geraten sind.
„Part of Us“ lässt eine solche Erzählung wieder aufleben: die Fabel von einem Urvogel, dem letzten seiner Art, von dem man glaubt, dass er jahrhundertelang allein um die Welt gereist ist, auf der Suche nach einem Gefährten, der mit derselben Stimme singt. Während ein Enkel diese Reise nacherzählt und dabei in Erinnerungen an seine Großmutter schwelgt, spiegelt die Geschichte unsere eigene Suche nach alten und neuen Wegen des Zusammenseins wider. Das Publikum folgt der Suche nach dem verschwundenen Fabelvogel und knüpft wieder an gemeinsame Erinnerungen, Geschichten der Vorfahren und Formen des Wissens an, die jenseits wissenschaftlicher Erklärungen liegen. Sein Name, Nô, erinnert an das portugiesische Wort „nós“ („wir“) und verkörpert die zentrale Idee des Stücks: dass wir Teil voneinander sind, verbunden durch gemeinsame Geschichten und Fürsorge.
Durch den Dialog zwischen den Generationen begreift die Inszenierung Vorfahren als lebendige Präsenz, die die Gegenwart weiterhin prägen. Anstatt Zeit als linear darzustellen, schlägt „Part of Us“ ein zirkuläres Zeitverständnis vor, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nebeneinander bestehen. Auf dieser Reise offenbart das Werk, wie Geschichten, Erinnerungen und Zuneigung uns trotz unserer Unterschiede weiterhin verbinden.
Die Performance lädt das Publikum zu einem immersiven Theatererlebnis mit kabellosen Kopfhörern ein. Der brasilianische Schauspieler und Regisseur Lucas Lacerda führt die Teilnehmer durch die Gänge und Ausstellungsräume des Museums und spricht dabei über seine Beziehung zu seiner Großmutter, kollektive Erinnerungen und die vielen Mythen rund um den heiligen Vogel Nô.
„Part of Us“, eine Arbeit des deutsch-brasilianischen Duos Po:era (Lucas Lacerda und Daniel Weyand), wurde bereits in Salvador da Bahia, São Paulo und Bauru in Brasilien aufgeführt und kommt nun endlich nach Deutschland. Auf der Grundlage ortsspezifischer Recherchen an jedem Veranstaltungsort sowie partizipativer Workshops mit lokalen communities schreiben die Künstler*innen neue Erzählelemente im Dialog mit den menschlichen und nicht-menschlichen Bewohner*innen der Orte.
Für das Festival Transkontinentale reflektiert die Performance das Erbe und die Erinnerungen rund um den Wiederaufbau des Berliner Schlosses, das nicht nur die Ausstellungen des Ethnologischen Museums beherbergt, sondern auch eine Vielzahl von Fragen, Positionen, Widersprüchen und persönlichen Beziehungen.
Besetzung
Regie und Skript: Lucas Lacerda
Skript und Sounddesign: Daniel Weyand
Darsteller: Lucas Lacerda und Norma Lacerda
Künstlerische Unterstützung: Luciana Lacerda
Produktionskoordination: Po:era
Produktionsteam und Untertitelung: Beatriz Silveira und Oli
Videobildgestaltung (Kameramann): Max Knoop
Videobildgestaltung (Schnitt und Kameraassistent): Oli
Choreografische Mitarbeit: Marcelo Galvão
Musikalische Mitarbeit: Samaquias Lorta
Management Brasilien: Khazar Masoumi und Gabi Gonçalves
Koproduktion Brasilien: Corpo Rastreado & Corpo Afora, São Paulo
Gastdarsteller*innen:
Chaim Gebber
Luan Caja
Anne Hachenberg
Adam Sikora
Ingeborg Krüger
Lívia Maria Delgado
Das Künstlerduo Po:era (Lucas Lacerda & Daniel Weyand) arbeitet ortsbezogen und partizipativ an der Schnittstelle von Theater, Performance, Klangkunst und urbaner Praxis. Zwischen Deutschland, Portugal und Brasilien schaffen sie immersive Audio- und Videospaziergänge, inklusive Filmprojekte, Theaterproduktionen im öffentlichen Raum sowie Klanginstallationen. In kreativen Partizipationsprozessen und Workshops mit lokalen Gemeinschaften schreiben und produzieren sie gemeinsam Geschichten und Lebenserfahrungen im Dialog mit den menschlichen und nicht-menschlichen Bewohnern der Orte, an denen ihre Kunst erlebt werden kann. Ausgestattet mit einem mobilen Live-Mischpult und kabellosen Kopfhörern, sind die intermedialen Performances von Po:era in ein metamodernes Storytelling zwischen Realität und Fiktion eingebettet. Das zentrale Motiv ihrer Arbeit ist die sinnliche Erfahrung unserer gemeinsamen evolutionären Wurzeln und unserer fortwährenden, miteinander verwobenen Lebenswege hin zu einer ungewissen Zukunft. Website: Po:era / @poeracollective
Besuchshinweise
Kurzbeschreibung in Einfacher Sprache
„Parte de Nós“ heisst auf Deutsch: Teil von uns. Das ist eine Aufführung zum Hören und Sehen. Alle Gäste bekommen Kopfhörer. Sie folgen dem Schauspieler Lucas Lacerda vom Foyer im Erdgeschoss in die Ausstellungen im 2. Stock und zum Schluss auf die Dachterrasse nach draußen. Lucas ist in Brasilien geboren. Das ist ein Land in Südamerika. Er hat von seiner Großmutter viele Geschichten gehört. Während sie durch das Haus gehen, hören sie die Geschichte von einem besonderen Vogel mit dem Namen Nô. Er ist der letzte Vogel seiner Art. Er reist durch die Welt und sucht einen anderen Vogel. Dieser Vogel soll die gleiche Stimme haben wie Nô. Die Aufführung geht eineinhalb Stunden und es gibt keine Pause.
Lucas Lacerda erzählt erzählt von Erinnerungen und alten Geschichten. Im Stück geht es um die Frage: Was verbindet uns Menschen? Was können wir von unseren Vorfahren lernen? Und wie können wir füreinander sorgen? Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gehören im Stück zusammen. Alte Geschichten können auch heute noch wichtig sein.
„Parte de Nós” ist ein Stück von Po:era. Po:era ist ein deutsch-brasilianisches Künstler-Duo. Das Stück wurde zuerst in Brasilien gezeigt. Jetzt ist es im Humboldt Forum.
Sensorische Reize
Die Performance ist ein Audio-Walk, der an unterschiedliche Orte führt. Während der Aufführung müssen die Teilnehmenden Kopfhörer tragen, die das gesamte Ohr umschließen. Zeitweise kann es laute Geräusche geben. Da der Walk auch nach draußen führt, kann es zu Temperaturschwankungen kommen.
Atmosphäre
In manchen Räumen ist es hell und in anderen ist das Licht gedimmt. Ganz dunkel ist es nie. Draußen kann es zu Zugluft kommen.
Barrierefreiheit
Die Aufführung findet auf portugiesisch statt. Es gibt während der gesamten Vorstellung Übertitel auf Englisch und Deutsch. Alle Räume sind mit dem Rollstuhl erreichbar, außerdem gibt es im ganzen Haus rollstuhlgerechte Toiletten. Außerdem gibt es eine Toilette für alle.