Transpersonal - Jenseits des Ichs
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Treffpunkt im 2. OG (Treppenhaus) |
ab 9 Jahre |
For the hearing-impaired |
In ihrer Tanzperformance nimmt Kristy Nataraja das Publikum mit auf eine Reise jenseits des Ichs und hinterfragt geschlechtliche Rollen durch Raum und Zeit – mit ihrem Körper und ihren Bewegungen.
Nataraja ist eine afro-ukrainische interdisziplinäre Performancekünstlerin, die über Russland und die Ukraine nach Berlin kam. Diese kulturelle Reise – von der Entfremdung zur Annäherung an verschiedene Kulturen – spiegelt sich in ihrer Körpersprache wider.
Inspiriert vom Animationstanz und Hip-Hop, bewegt sich die Performerin anfangs wie ein Avatar: distanziert, fast mechanisch.
Nach und nach verbindet sie sich mit Geschichte, Emotionen und gesellschaftlichen Rollen – zwischen Mütterlichem, Väterlichem und jugendlichem Umbruch.
So entsteht ein Raum, in dem traditionelle Rollen hinterfragt, Erinnerungen spürbar und neue Formen von Verbundenheit möglich werden.
Die eigens für das Humboldt Forum entwickelte Performance entfaltet sich in drei Stationen der ethnologischen Sammlung, die für die Sonderausstellung Beziehungsweise Familie ausgewählt wurden:
Station 1: Cynthia Schimming „No Title“ (Namibia) – „Matriarchale Fürsorge, Resilienz, Empathie und Erinnerungen werden verkörpert; der Körper animiert zur generationsübergreifender Reflexion.“ Kristy Nataraja
Station 2: Mandu Yenu Thron (Kamerun) – „Tanz als Spiegel von Macht, Fürsorge und Verantwortung.
Matriarchale und patriarchale Strukturen treten in einen körperlichen Dialog über Führung, Kontrolle und Selbstfindung. Wie leiten und regieren?“ Kristy Nataraja
Station 3: Ozeanien (Initiationshaus aus Palau) – „Übergänge spürbar machen. Der Weg vom Kind zum Erwachsenen wird rituell erfahrbar, der animierte Körper umarmt den Wandel.“ Kristy Nataraja
Kostüme, Rhythmus und Begegnung schaffen einen Raum, der über das Individuum hinausreicht – hin zum Kollektiven und Transpersonalen. Das Publikum ist eingeladen, die eigene Identität neu zu betrachten: Wie werden wir geprägt, was tragen wir weiter, was verändern wir?
Am Ende ist Raum für Fragen und Austausch mit der Performerin.
Beteiligte
Kristy Nataraja (geb. 1990 in Charkiw) ist eine afro-ukrainische interdisziplinäre Performancekünstlerin, die sich mit universellen kulturellen Mustern und Jungschen Archetypen durch rituelle Praktiken aus Zentralafrika und Indien auseinandersetzt. Ihre Arbeit verbindet Maskensymbolik, traditionelle Gesten und Traumarbeit, um eine Brücke zwischen wissenschaftlichen, künstlerischen und spirituellen Dimensionen zu schlagen.
Auf der Grundlage jahrelanger intensiver Studien der indischen Traditionen und der transpersonalen Psychologie kombiniert Kristy traditionelle indische Techniken mit moderner Streetdance-Animation und schafft so Performances, die kulturelle Grenzen überschreiten. Ihre Praxis integriert tiefenpsychologische Konzepte und transpersonale psychotherapeutische Ansätze und bietet durch Bewegung als Ritual tiefe Einblicke in die menschliche Erfahrung.
Andres Markus ist ein südamerikanischer Klangforscher, Multiinstrumentalist und Pädagoge aus Buenos Aires, der in Berlin lebt. Er erforscht die Verflechtung von Rhythmen mit der Abstammung durch die moderne Linse elektronischer Techniken.
Er arbeitet in verschiedenen Bereichen: Live-Auftritte, Musikregie, Klangkuration, künstlerische Assistenz und Mentoring.