Still aus dem Videospiel "Wednesdays"
© ARTE France, The Pixel Hunt, Pierre Corbinais
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„Wednesdays“ ist ein narratives Videospiel in Form eines interaktiven Comics, das sich einem oft tabuisierten Thema widmet: innerfamiliäre sexuelle Gewalt. Entwickelt von ARTE France, The Pixel Hunt und Autor Pierre Corbinais, erzählt es die Geschichte von Timothée, der als Kind Opfer von Missbrauch wurde. Zwei Jahrzehnte später kehren die verdrängten Erinnerungen zurück, als er Orco Park, ein Computerspiel aus seiner Kindheit, erneut spielt. Jede Attraktion im Park steht für eine Erinnerung – und für Fragen, die ihn bis heute begleiten: Wer wusste davon? Wie hat es sein Leben geprägt?

Das Spiel kombiniert Aufbau- und Erkundungselemente mit einer sensiblen, fragmentierten Erzählung. In 17 Erinnerungssequenzen schlüpft der Spieler in die Rolle von rund 15 Personen aus Tims Umfeld, um die Mechanismen von Trauma und Erinnerung zu verstehen. Jede Attraktion im Park steht für eine Erinnerung, die sich nach und nach erschließt. Multiple-Choice-Dialoge erlauben individuelle Entscheidungen. Trotz des schwierigen Themas bleibt „Wednesdays“ sanft und hoffnungsvoll, ohne voyeuristische oder explizite Szenen. Jede Erinnerung ist mit Inhaltswarnungen versehen.

Gestalterisch setzt „Wednesdays“ auf zwei kontrastierende Stile: die farbenfrohe Pixel-Art der 90er-Jahre für Orco Park und den von Independent-Comics inspirierten Look für die Erinnerungen. Das Spiel ist leicht zugänglich und bietet Barrierefreiheitsoptionen. Mehr als ein Spiel: „Wednesdays“ ist eine künstlerische Stellungnahme, die das Schweigen bricht und Betroffenen wie Entwicklern eine Stimme gibt. Eine feinfühlige, wichtige und überraschend optimistische Erfahrung.

Pierre Corbinais, der Schöpfer des Spiels, erklärt: „Mir liegt es am Herzen, ein Werk zu schaffen, aber mit dem Wunsch, die Spieler zu sensibilisieren. Inzest ist eines der wenigen Themen, bei denen das bloße Sprechen bereits einen Fortschritt darstellt. Ich habe es in meinem Umfeld erlebt: Die Wirkung ist sofort spürbar“.

Triggerwarnung: Dieses Spiel will für das Thema sexuelle Gewalt gegen Minderjährige sensibilisieren – verpackt als überraschend einfühlsame Story.

Beteiligte

Koproduktion: ARTE France, The Pixel Hunt, Pierre Corbinais
Kreative Leitung: Pierre Corbinais
Produktion: Florent Maurin
Illustration & Zeichnung: Exaheva
Programmierung: Christophe Galati, Diane Landais
Sounddesign: Virginia B Fernson
Pixel Art: Nico Nowak

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Key Visual Beziehungsweise Familie
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: Getty Images, The Image Bank, Karan Kapoor
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Beziehungsweise Familie
Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker
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