Tanzgruppe Rahaavi beim Tanz auf den Straßen Berlins
© Amin Vafa
Frauen in traditionellen Kleidern tanzen fröhlich bei einem Festumzug. Im Hintergrund sind Publikum und grüne Umgebung.
Vergangene Termine
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Der Kormanji Tanzworkshop findet um 15:30 statt, Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Soug: Ein anderer Frühling findet um 17:30 Uhr statt.

Kormanji Tanzworkshop aus Nord Khorasan

Nord-Khorasan ist eine einzigartige Kulturlandschaft im Nordosten des Iran, die durch jahrhundertelange Migration und das Zusammenleben der Kormanji-Kurd*innen mit türkisch-, turkmenisch- und persischsprachigen Bevölkerungsgruppen geprägt ist. Diese lange Geschichte der wechselseitigen Einflüsse hat ein Tanzrepertoire von außergewöhnlicher Vielfalt hervorgebracht, das die regionalen Rhythmen der Seidenstraße mit einem unverkennbar kurdischen Kern verbindet.

In diesem Workshop erkunden wir die Bewegungen des Volkes der Kormanji. Ihre Tänze sind geprägt von einem „Hemasi“-Geist – einem epischen und heroischen Charakter, der sich in kraftvollen Fußbewegungen, komplizierten Drehungen und ausdrucksstarken Handgesten widerspiegelt. Im Gegensatz zu eher individuellen Tanzformen sind diese Tänze in der kollektiven Energie des Kreises verwurzelt, in dem Tänzer*innen und Musiker*innen in einen ständigen, rhythmischen Dialog treten.

Die Teilnehmer*innen werden in die grundlegenden Schritte und die rituelle Bedeutung dieser Formationen eingeführt. Wir werden uns damit befassen, wie diese Tänze die Liebe zur Bewegung und zur Gemeinschaft bewahrt haben, während sie gleichzeitig die vielfältigen Einflüsse der Region Khorasan aufgenommen haben.

Vorkenntnisse im Tanz sind nicht erforderlich. Wir heißen alle willkommen, die Neugier für Kulturgeschichte mitbringen und bereit sind, sich im Geiste des Kreises gemeinsam zu bewegen.

Der Workshop wird von Farid Gottlieb Motreb durchgeführt.

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Eyde Siyah SOUG

„Wie können wir von der Rose singen, wenn der Garten schwer ist vom Staub derer, die wir verloren haben?“

Nowruz markiert traditionell die Rückkehr des Lichts und den Sieg des Frühlings. Für viele Menschen im heutigen Iran ist die Ankunft des „Neuen Tages“ jedoch eine Zeit tiefer, kollektiver Trauer. In unserer Kultur verändern sich die traditionellen Festrituale, wenn eine Gemeinschaft vom Verlust ihrer Kinder und Angehörigen betroffen ist. Wir treten in einen Zustand des Soug ein – einer heiligen Trauer, die Präsenz über Festlichkeit stellt.

Diese Performance bringt die Atmosphäre von Eyd-e Siah (Schwarzes Neujahr) ins Humboldt Forum. Anstelle der für diese Jahreszeit typischen ausgelassenen Tänze präsentieren wir ein Ritual aus Klang und Bewegung, das aus einer Nation in Trauer entstanden ist. Es ist eine Geste stiller Solidarität, die sicherstellt, dass die Trauernden nicht allein mit ihrer Trauer konfrontiert sind.

Durch rhythmische Bewegungen und eine bewegende Klanglandschaft ehren wir die Symbole des Haft-sin und würdigen gleichzeitig die leeren Stühle am Tisch. Dies ist eine Einladung, ein Nowruz zu erleben, das nicht vergisst; eine Performance, die die Schwere der Gegenwart atmet und gleichzeitig die Würde unseres Erbes bewahrt.

Künstlerischer Leiter: Farid Gottlieb Motreb Choreograf: Ani Azizi

Text: Rahaavi Studio

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