Highlight
Key Visual Nouruz-Fest
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / iStockphoto / br-photo
Vergangene Termine
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('DD') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('MMM') }}
{{ time.start_TS | TS2dateFormat('YYYY') }}

Gemeinsam mit sieben Berliner Vereinen lädt das Humboldt Forum dazu ein, den Frühlingsbeginn zu feiern – mit internationalen Künstler*innen und Traditionen. In einer Zeit, in der viele Familien getrennt sind oder in Unsicherheit leben, schafft das gemeinsame Begehen Raum für Verbundenheit. Es erwartet Sie ein Programm aus Gesprächen, Musik, Tanz, Workshops sowie Marktangebote und kulinarische Spezialitäten.

Das Nouruzfest – auch Newroz oder Navro’z – markiert seit über 3.000 Jahren den Beginn des Frühlings. Gefeiert wird es zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 20. oder 21. März. Der Name bedeutet „Neuer Tag“ und steht für Erneuerung, Widerstand, das Erwachen der Natur und die Rückkehr des Lichts.

Weltweit begehen rund 300 Millionen Menschen Nouruz entlang der Seidenstraße, darunter Afghan*innen, Aserbaidschaner*innen, Iraner*innen, Kurd*innen, Tadschik*innen, Turkmen*innen, Usbek*innen sowie Menschen in Südosteuropa und im Kaukasus. Manche schreiben Nouruz zusätzliche Bedeutungen zu, wie beispielsweise die Kurd*innen Widerstand, die Iraner*innen Neujahr und die Turkmen*innen den Beginn des landwirtschaftlichen Jahres.

Im Humboldt Forum – insbesondere im Museum für Asiatische Kunst und im Ethnologischen Museum – werden kulturelle Traditionen, Feste und Alltagspraktiken aus vielen Weltregionen vorgestellt. Dazu zählen auch jene Länder und Kulturräume, in denen Nouruz tief verwurzelt ist, etwa Iran, Afghanistan, Zentralasien und der Kaukasus. So bietet das Forum einen lebendigen Rahmen, um die Vielfalt und Bedeutung dieses traditionsreichen Neujahrs- und Frühlingsfestes erfahrbar zu machen.

 

Einige Länder und Regionen, in denen traditionell Nouruz gefeiert wird, sind von dem aktuellen Krieg und bewaffneten Konflikten betroffen – darunter Iran, Afghanistan und die kurdischen Gebiete. Wir betrachten die aktuelle Lage mit großer Besorgnis. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei allen Menschen, die unter den Auseinandersetzungen leiden. Gemeinsam mit den an der Organisation des Nouruz-Fests beteiligten Berliner Vereinen haben wir uns entschieden, dass wir gerade in schweren Zeiten mit unserem Kulturprogramm und der Frühlingsfeier ein Zeichen des friedlichen und freien Miteinanders setzen möchten.

mehr lesen weniger lesen

Konzerte

Tanz

Workshops & Gespräche

Usbekische Frauen beim Nouruzfest
© Yunus Buriev
Menschen beim Musizieren und Tanz zum Nouruzfest
© Akbar Ismailov

Musikalisches Programm

Mit dabei sind der Sänger Cengîz Yazgî, die Gruppe Orkèstar mit Parham Alizadeh, das transkulturelle Ensemble Tschiltan, das Ensemble „Milliy meros“ der Staatlichen Philharmonie Usbekistans unter der Leitung von Dilfuza Qobilova sowie die gefeierte afghanische Sängerin Wajiha gemeinsam mit Farid Rastagar und die Großmeister Ramin Saqizada und Feraydoon Meyazada.

Afghanische Tanzgruppe Hewad-Gruppe
© Ajmal Qhasemi

Tanzgruppen

Erleben Sie unter anderem kraftvolle kurdische Tänze von GovendaKÎ, dynamische Tänze aus Afghanistan von der Gruppe Hewad, lernen Sie zentralasiatische Tänze in einem Workshop mit der Choreografin Malika Khaidarova oder machen Sie mit beim Kormanji Tanzworkshop von North Khorasan von Rahaavi.

Kreativ Workshop
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: Frank Sperling

Workshops & Kreativprogramm für alle Altersgruppen

Für junge und ältere Besucher*innen gibt es viele Mitmachangebote – vom Drachenbauen und Eierbemalen bis zum Zöpfeflechten, Malen mit Henna und Binden von Blumenkränzen. Ein Highlight ist ein Papierfiguren-Theater mit dem afghanischen Puppenspieler Karim Asir.

Zilan Sarah Kößler liest aus ihrem Kinderbuch JINA und lädt zum Workshop ein. Amu Nouruz kündigt als traditionsreiche Figur den Beginn des iranischen Neujahrs Nouruz an.

Kulinarik & Markt

Genießen Sie traditionelle Spezialitäten, entdecken Sie handgefertigtes Kunsthandwerk an den Bazarständen und gönnen Sie sich zwischendurch eine Pause beim Teeausschank.

Über fast ein Jahr hinweg haben Vertreter*innen unterschiedlicher Vereine und engagierte Einzelpersonen zusammengearbeitet, Ideen entwickelt und das Programm gemeinsam gestaltet. Dieses Fest ist eine herzliche Einladung an alle, den Neubeginn zu feiern.

Kurator*innenteam: Ibrahim Hotak, Bênav Mustafa, Zukhra Rakhmatova, Nader Sani, Samad Sharif, Sara Zahed

Junge kurdische Frauen beim Feiern des Nouruzfests
© Rudy Tahlo

Beteiligte

Integrationshelfer Meehr e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2019 in Berlin von der dari- und persischsprachigen Diaspora gegründet wurde.
Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Integration von Geflüchteten, insbesondere mit
iranischer und afghanischer Abstammung. Der Verein organisiert Veranstaltungen, Workshops und Beratungsdienste, die den Austausch und die Zusammenarbeit verschiedener Kulturen fördern.

meehr-verein.de 

Die GAFCA – German Association for Central Asia e.V. fördert den kulturellen Austausch, die Zusammenarbeit und Solidarität zwischen Deutschland und Zentralasien. Gegründet 2018 von Menschen mit vielfältigem kulturellen und beruflichen Hintergrund, setzt sich der Verein für nachhaltige Projekte in Zentralasien, insbesondere Afghanistan, ein. Ein weiteres Ziel ist die Förderung von Information, Völkerverständigung und einem echten kulturellen Verständnis in Deutschland, basierend auf Toleranz und dem Wunsch, voneinander zu lernen.

gafca.org

Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder ist gemeinnützig tätig und setzt sich für die Förderung der musikalischen und künstlerischen Bildung für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Regionen der Welt und für Bildung und kulturelle Teilhabe in Deutschland ein.
Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder

 

Mittani Kunst- und Kulturzentrum e.V. setzt sich vor allem für die Förderung der kurdischen Kunst und Kultur ein.
Mittani

Bênav Mustafa vertritt die beiden Vereine Rojavida und Mittani. Er studiert Philosophie und Geschichte auf Lehramt und beschäftigt sich mit Themen wie Kolonialismus, Rassismus, Migration, Islamismus sowie der kurdischen Geschichte und Sprache. Er ist freiberuflicher Dolmetscher und Übersetzer und ist derzeit im bildungspolitischen Bereich bei Ibim e. V. tätig. Er engagiert sich seit sieben Jahren für die Sichtbarkeit der kurdischen Perspektive und hat 2025 gemeinsam mit einigen Freund:innen Rojavida – Bildung und Kultur für Kinder e. V. gegründet. Zudem war er bereits bei mehreren Veranstaltungen als Kurator, Organisator, Assistenz und Unterstützer aktiv, darunter beim jährlichen Kurdischen Kunst- und Kulturfestival in Berlin und bei der Kurdischen Exilliteratur im Literaturhaus Berlin.

Yekmal e.V. ist eine gemeinnützige Migrant*innenselbstorganisation in Deutschland und anerkannter Träger der Jugendhilfe. Der Verein betreibt zwei bilinguale Kindergärten (kurdisch/deutsch) und ist Gesellschafter der Yekmal Akademie gGmbH, die sich für Bildung, Sprache und Forschung einsetzt. Außerdem ist Yekmal e.V. Träger des Netzwerks BEFaN, das Mehrsprachigkeit fördert. Der Verein engagiert sich für die Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Familien, insbesondere durch die Förderung der kurdischen Sprache und Kultur sowie mehrsprachiger Sprachentwicklung. Yekmal e.V. arbeitet für eine offene, inklusive Gesellschaft und unterstützt Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund, damit sie ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland führen können.

Yekmal e.V.

San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der sich der Förderung der zeitgenössischen usbekischen Kunst und Kultur sowie dem interkulturellen Dialog zwischen Usbekistan und Deutschland widmet. Als internationale Kulturplattform initiiert San’at Ausstellungen, Konzerte, Konferenzen, Bildungsprogramme und kulturelle Begegnungen und vernetzt Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturinstitutionen beider Länder.

Zukhra Rakhmatova ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Publizistin aus Usbekistan mit langjähriger Erfahrung in Lehre, Forschung und Ausstellungsarbeit. Sie war an renommierten Kunstinstitutionen in Usbekistan tätig und engagierte sich in der Vermittlung sowie Popularisierung von Kunst und Kultur durch Publikationen und Medienarbeit.
Für ihre fachliche Arbeit wurde sie im Rahmen internationaler Programme gefördert, darunter das International Visitor Leadership Program (USA) sowie ein Stipendium der indischen Regierung.
Heute lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie ihre Arbeit im internationalen Kontext weiterentwickelt. Sie ist Gründerin des San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V und setzt sich für die Sichtbarkeit des kulturellen Erbes Usbekistans sowie für den Ausbau kultureller Beziehungen zwischen Usbekistan und Deutschland ein.
Ihr besonderes Herzensanliegen ist es, die Vielfalt, das kulturelle Erbe und die Traditionen Usbekistans einem internationalen Publikum näherzubringen und den interkulturellen Dialog durch Kunst nachhaltig zu stärken.
Über Uns – San’at

„Pul“ bedeutet Brücke – und genau das ist unser Ziel. Wir sind ein neu gegründeter kultureller und sozialer Verein in Berlin, der Menschen afghanischer Herkunft und die deutsche Gesellschaft miteinander verbindet. Auf Grundlage gemeinsamer Werte und Gesetze schaffen wir einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung. Aktuell befinden wir uns in der offiziellen Registrierungsphase und freuen uns darauf, Berlin als Brückenbauer kulturell zu bereichern.

Integrationshelfer Meehr
GAFCA German Association for Central Asia e.V.
Rojavida
Mittani - Kunst- und Kulturzentrum e.V.
Verein der Eltern aus Kurdistan in Berlin e.V.
San’at e.V.
PUL e.V.
Newsletter

Verpassen Sie keine News und Updates zu unserem Programm!

Jetzt Anmelden