Andrej Holm
© Matthias Heyde, Humboldt-Universität zu Berlin
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Die Wohnungskrise ist längst mehr als ein ökonomisches oder stadtpolitisches Problem. Sie wirkt tief in die Texturen des Alltags hinein und verändert die Bedingungen des Zusammenlebens. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich der Druck steigender Mieten und knapper Räume auf Familienkonstellationen und Beziehungsformen auswirkt. Wenn der Auszug aus dem Elternhaus aufgeschoben wird, weil bezahlbare Alternativen fehlen; wenn Familien in zu kleinen Wohnungen leben und diese durch improvisierte Raumaufteilungen an neue Bedürfnisse anpassen müssen; wenn Trennungen nicht vollzogen werden, weil kein zweiter Haushalt finanzierbar ist – dann wird deutlich, wie sehr Wohnverhältnisse intime Entscheidungen strukturieren. Zugleich erzeugen prekäre Wohnsituationen, Unsicherheit und Verdrängungsängste einen psychischen Druck, der sich in Beziehungen einschreibt. Ausgehend von aktuellen Entwicklungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt und im Rückgriff auf Konzepte der kritischen und feministischen Stadtforschung untersucht der Vortrag Wohnen als soziale Praxis: als Ort von Fürsorge und Abhängigkeit, von Aushandlung und Zumutung – und als zentrale Bedingung dafür, wie Menschen heute zusammenleben können.

Beteiligte

Die Vortragsreihe findet im Rahmen einer Kooperation des Institutionsverbunds im Humboldt Forum statt.

Programmatische Leitung des institutionsübergreifenden Clusters: Dr. Laura Goldenbaum

Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF)
Staatliche Museen zu Berlin (SMB)
Stiftung Stadtmuseum Berlin (SSB)
Humboldt-Universität zu Berlin (HU)

Gehört zu

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