Geheimnisse und Lügen
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| kostenfrei |
| Dauer: 120 min |
| Deutsch |
| Saal 3, EG |
| Teil von: Ringvorlesung Beziehungsweise Familie |
Familien schaffen einen Raum, in dem niemand etwas verbergen muss. Doch gerade in diesem Raum gibt es viele Geheimnisse und Lügen, wie nicht nur der Titel eines bekannten Films von Mike Leigh deutlich macht: Secrets and Lies. Kino und Fernsehen haben diesen Raum, in dem Offenheit ein Geschenk, aber auch ein Diktat sein kann, immer wieder durchmessen: als Konfliktzone, als Komfortzone, als Voraussetzung für freie Individualität und als deren größte Behinderung. An Beispielen aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen soll herausgearbeitet werden, was die Medien des bewegten Bildes über Dynamiken des Verbergens und Offenbarens in Familien erzählen
Die Vortragsreihe findet im Rahmen einer Kooperation des Institutionsverbunds im Humboldt Forum statt.
Programmatische Leitung des institutionsübergreifenden Clusters: Dr. Laura Goldenbaum
Beteiligte
Bert Rebhandl ist ein Kulturjournalist, Autor und Filmkritiker.
Prof. Dr. Daniel Tyradellis (Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Alia Rayyan (Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Laura Goldenbaum (Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss)
Bert Rebhandl ist ein Journalist, Autor und Filmkritiker. Er arbeitet als freier Kulturjournalist und schreibt regelmäßig für große deutschsprachige Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Der Standard und tip Berlin. Zudem ist er Mitbegründer und Mitherausgeber der Zeitschrift CARGO Film Medien Kultur, die sich auf Film- und Medienkritik spezialisiert hat. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Rebhandl gilt als profunder Kenner der internationalen Filmgeschichte und schreibt sowohl über Klassiker als auch über aktuelle Produktionen.
Seine Beschäftigung mit Film zeigt sich auch in mehreren Monografien, die er veröffentlicht hat. Mit Orson Welles. Genie im Labyrinth widmete er sich einem der bedeutendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts, während er in Jean-Luc Godard. Der permanente Revolutionär das Werk des französischen Avantgarde-Filmemachers analysierte. Darüber hinaus legte er mit Der dritte Mann. Die Neuentdeckung eines Filmklassikers eine Neubetrachtung des berühmten Nachkriegsfilms vor. Neben diesen Arbeiten veröffentlichte er auch Studien zu Fernseh- und Serienkultur, etwa zu Seinfeld, und beschäftigte sich mit Genrefragen wie dem Western.
Damit verbindet Rebhandl journalistische Kritik mit wissenschaftlicher Reflexion und gilt als eine Stimme, die Filmgeschichte und Gegenwartskultur gleichermaßen beleuchtet.