Assemblies
Die Global Cultural Assembly 2025
Im Juni 2025 versammelten sich rund 80 Delegierte aus verschiedenen Regionen der Welt im Humboldt-Forum in Berlin zur Global Cultural Assembly 2025 (GCA 2025). Im Mittelpunkt des internationalen Treffens standen die globale Zusammenarbeit und die Entwicklung neuer Formen partizipativer institutioneller Praxis.
Kuratorinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Museumsfachleute und Vertreterinnen von Kulturinstitutionen aus Ländern wie Nepal, Papua-Neuguinea, Kamerun, Tansania, Namibia, Brasilien und den USA sowie Delegierte aus der Diaspora in Deutschland und Europa diskutierten über die Bedürfnisse und das Potenzial zukünftiger Museumspraxis und institutioneller Transformationen. Die Versammlung wurde von der Preparatory Group (PG) gemeinsam mit Mitarbeitern der Stiftung Humboldt Forum, des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst vorbereitet und organisiert.
Sowohl in Plenarsitzungen als auch in regionalen und thematischen Arbeitsgruppen sammelten die Teilnehmer*innen Ideen und erarbeiteten Vorschläge für neue Formen der internationalen Vernetzung, des Wissensaustauschs und einer gerechten Partner*innenschaft. Diese Diskussionen gipfelten in der Erklärung „From Declaration to Action“, die den Übergang von Absichtserklärungen zur praktischen Umsetzung markieren soll.
Zum Abschluss der Versammlung wählten die Delegierten der verschiedenen Regionalgruppen eine siebenköpfige Reference Group (RG), die mit der Umsetzung der in der Erklärung dargelegten Beschlüsse und Ziele beauftragt ist. Die RG arbeitet an der Entwicklung fairer und kooperativer Arbeits- und Leitungsstrukturen und leitet die Umwandlung der GCA in eine Global Cultural Embassy (GCE), die als ständiges Gremium konzipiert ist. Die Mitglieder der Reference Groups vertreten die Hubs in Nordamerika, Lateinamerika, Asien, Zentralasien/Naher Osten, Afrika, Ozeanien sowie Diaspora/Europa.
Die Versammlung stand auch der interessierten Öffentlichkeit offen: Durch Rundtischgespräche, Vorträge und Begegnungen erhielten die Besucher*innen Einblicke in die vielfältigen Perspektiven der internationalen Teilnehmer*innen sowie in die aktuelle Entwicklung kooperativer Praktiken im Kultursektor.
Die Veranstaltung im Juni 2025 knüpft an die Erklärung „Würde – Transparenz – Kontinuität“ der Global Cultural Assembly 2022 an.
Eröffnung des Humboldt Forums 2022 und die Globale Cultural Assembly 2022
Die Anfänge der Global Cultural Assembly (GCA) reichen bis in den September 2022 zurück, als die Ausstellungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt-Forum vollständig eröffnet wurden. Zu diesem Anlass kamen internationale und indigene Partner*innen – von denen viele auf unterschiedliche Weise zur Entwicklung der Ausstellungen beigetragen hatten – für eine Woche des Austauschs, des Feierns und der kritischen Debatte in Berlin zusammen.
Aus dieser Begegnung entstand die Erklärung „Würde – Transparenz – Kontinuität“, ein gemeinsamer Aufruf, die Bedingungen der internationalen Zusammenarbeit neu zu definieren und Beziehungen aufzubauen, die auf Vertrauen, Rechenschaftspflicht und gemeinsamer Verantwortung beruhen.
Die Erklärung von 2022 markiert den Ausgangspunkt für ein langfristiges Engagement, institutionelle Praktiken zu überdenken und eine dauerhafte Struktur der Partizipation zu etablieren – eine Struktur, die durch die GCA und ihr globales Netzwerk fortgeführt wird.