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1926 wurde die Gesellschaft für Ostasiatische Kunst (GOK) als erster Museumsfreundeskreis der 1906 gegründeten Ostasiatischen Kunstsammlung ins Leben gerufen. Die Ostasiatische Kunstsammlung ist eine Vorläuferin des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin. Das Museum würdigt mit dieser Präsentation aus der eigenen Sammlung und vor allem mit Dauerleihgaben aus der Sammlung der 1990 in Anlehnung an diesen ersten Museumsfreundeskreis gegründeten Deutschen Gesellschaft für Ostasiatische Kunst (DGOK) e. V. 100 Jahre zivilgesellschaftliches Engagement und Mäzenatentum für die Kunst Ostasiens in Berlin.

Die Gesellschaft für Ostasiatische Kunst unterstützte das Museum in vielfältiger Weise: mit Mitteln für Erwerbungen, Leihgaben aus dem Kreis der Mitglieder, Rat und Tat oder indem sie als Veranstalterin bedeutender Präsentationen wie der „Ausstellung Chinesischer Kunst“ 1929 oder noch 1931 „Japanische Malerei der Gegenwart“ (beide in der Akademie der Künste am Pariser Platz) fungierte. Sie trug wesentlich zur Publikation des seit 1912 vom Gründungskurator-Direktor der Ostasiatischen Kunstsammlung, Otto Kümmel (1874 – 1952) und seinem Assistenten William Cohn (1880 – 1961) herausgegebenen Fachorgans „Ostasiatische Zeitschrift“ bei. Sie übernahm die Herausgeberschaft, als Cohns Name wegen seiner jüdischen Herkunft nicht mehr genannt werden konnte. Die nationalsozialistische Machtergreifung und der Holocaust bedeuteten einen tiefgreifenden Einschnitt für diese Gesellschaft wie auch für viele ihrer Mitglieder, insbesondere die als jüdisch Verfolgten, denen unendliches Leid zugefügt wurde. Mit der Beschädigung des Museumsgebäudes und der Verbringung eines großen Teils der Museumssammlung nach Kriegsende in die Sowjetunion endete die wechselvolle Geschichte des ersten Museumsfreundeskreises.

Dass das Museum nach den Katastrophen des Krieges und des Holocausts heute wieder floriert, verdankt es nicht zuletzt den zahlreichen Menschen, die sich im neu gegründeten Freundeskreis Deutsche Gesellschaft für Ostasiatische Kunst (DGOK) e. V. oder seinen Vorläufern engagierten und engagieren. Neben Vorträgen und Exkursionen für Mitglieder publiziert der Verein unter der Schriftleitung von Patrizia Jirka-Schmitz seit 2000 wieder eine „Ostasiatische Zeitschrift“, begleitet die Museumsarbeit und ermöglicht zahlreiche Erwerbungen, die dem Museum als Dauerleihgaben zur Verfügung stehen.

Zu den Highlights der im Bereich der Kunst aus Japan aus diesem Anlass in zwei Teilen präsentierten Werke zählen die Erstpräsentationen einer Installation mit 108 Schalen der in Essen tätigen Keramikerin Young-Jae Lee und des Fragments eines buddhistischen Rollbilds mit der Darstellung eines Beschützers des Buddhismus aus dem Japan des 18. Jahrhunderts. Es gehört zu einem Set von ursprünglich fünf Bildern und wird hier wiedervereint mit einem Bild aus Privatbesitz und einem aus dem Museum. Neben Dauerleihgaben aus der Sammlung der Gesellschaft werden auch Geschenke von Mitgliedern wie Holzschnitte aus Japan, aber auch Publikationen zur Geschichte des 1926 gegründeten Freundeskreises gezeigt. Im zweiten Teil folgen vom 16. Dezember 2026 bis 1. März 2027 aktuelle Neuerwerbungen aus dem laufenden Jahr.

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