Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin
Sa, 13. Juni 2026 – Mo, 31. Januar 2028
| 9 EUR / 0 EUR |
| Bitte buchen Sie Ihr Ticket vorab online oder an der Kasse im Foyer. |
| BERLIN GLOBAL, 1. OG – Raum "Vergnügen" |
| ab 12 Jahre |
| Deutsch, Englisch |
| Rollstuhlgerecht |
| Öffnungszeiten Mo, Mi, Do, Fr, Sa, So: 10:30 – 18:30 Uhr Di: geschlossen |
Die Freifläche „Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin“ von Noam Gorbat, Omar Nicolas und Sama Ahmadi in der Ausstellung BERLIN GLOBAL begibt sich auf eine Zeitreise durch das queere migrantische Berlin.
Die multimediale Installation verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, um die Präsenz und das kulturelle Erbe queerer Migrant*innen und BIPoC hervorzuheben und wertzuschätzen.
In mehreren Videos widmen sich die Künstler*innen zusammen mit zahlreichen Protagonist*innen Räumen des Austauschs, der Selbstorganisation und der Sichtbarkeit queerer BIPoC (Black, Indigenous, People of Colour) in Berlin. Sie schlagen einen Bogen von der queer-migrantischen Geschichte der 1920er Jahre, über das queere jüdische Leben vor dem Zweiten Weltkrieg, politische Kämpfe des Vereins „ADEFRA – Schwarze Frauen in Deutschland“ in den 1980er Jahren oder des „OYA-Kollektivs“ heute, bis hin zu Visionen der jugendlichen Ballroom-Szene für ein queeres Berlin der Zukunft. Die verschiedenen Orte, Menschen und Zeitebenen treten in Beziehung zueinander und bilden ein bewegliches Gefüge aus individuellen und kollektiven Erzählungen.
Die Installation versteht sich als Teil einer selbstbestimmten, nicht abgeschlossenen Geschichte aus Kontinuitäten, Überlagerungen und Erinnerungen. Im Museum wird diese Geschichte nun als vielstimmige Reise durch die Zeit erfahrbar.
Freiflächen Partner
Eine Freifläche von Noam Gorbat, Omar Nicolas und Sama Ahmadi in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Beteiligte
Noam Gorbat ist Videokünstler*in und Filmemacher*in in Berlin und arbeitet an der Schnittstelle von darstellender Kunst und Dokumentarfilm. Die Praxis verbindet intersektionale Perspektiven mit feministischen Erzählformen. Der Kurzfilm „Underscore*“ wurde 2024 beim BIFF ausgezeichnet. Noam arbeitete unter anderem mit Florentina Holzinger, Gob Squad, Ian Kaler, B A G collective, Jasmin İhraç, und Roni Katz.
Omar Nicolas ist Künstler, Kurator, Designer und Musikproduzent in Berlin. Die multimediale Praxis verbindet künstlerische Forschung mit Popkultur und gesellschaftskritischen Fragestellungen. Omar war Mitbegründer*in von Fehras Publishing Practices. Arbeiten wurden unter anderem bei documenta 15, HKW Berlin, Sharjah Biennale und EMST Athen gezeigt. Seit 2019 entwickelt Omar das Musikprojekt „OMAR KTD“.
Sama Ahmadi ist Kulturarbeiter*in und Raumstrateg*in in Berlin. Geboren in Teheran, prägen Erfahrungen von Vertreibung und politischer Gewalt die künstlerische Praxis. Nach dem Studium der Bildenden Kunst an der Universität Paris 8 mit Fokus auf Erinnerung und Trauma arbeitet Sama szenografisch mit Licht, Farbe und Raum. Die Arbeit ist in selbstorganisierten Kontexten verankert und engagiert sich für transnationale Solidarität und kollaborative Strukturen.
Medienpartner