Verflochtene Erinnerungen
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| 10 EUR / ermäßigt 5 EUR zzgl. Ausstellungsticket |
| Dauer: 90 min |
| ab 14 Jahre |
| Deutsch |
| Ethnologisches Museum, 2. OG |
| 25 Personen |
| Gehört zu: Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst |
Am 12. Februar 1933, zwei Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, erscheint in der Berliner Illustrierten eine Fotoserie mit weißen Models, die Schmuck aus den ethnologischen Sammlungen tragen. Die berühmte Berliner Fotografin Yva (Else Ernestine Neuländer-Simon) inszenierte den Stil der Neuen Frau aus der Weimarer Republik gemeinsam mit den Objekten aus kolonialen Kontexten und schuf dadurch etwas Neues. Der Historiker Patrick Helber und der Vermittler Christian Hajer zeigen die Objekte gemeinsam mit den historischen Fotos der avantgardistischen Fotografin, diskutieren heutige Perspektiven auf die Werke und verorten sie in der Verflechtungsgeschichte zwischen Kolonialismus und Holocaust in den Ethnologischen Sammlungen.
Beteiligte
Christian Hajer studierte Landschaftsplanung sowie Stadt- und Regionalplanung in Berlin und Venedig. Bei der „Topographie des Terrors“, dem Bundeskanzleramt, dem Flughafen Tempelhof und dem Humboldt Forum arbeitete er in der Planungskommunikation. Seine aktuellen Interessensgebiete umfassen Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung. Seit den 1990er Jahren ist er als freier Referent und Berater für internationale Delegationen zu Planungsthemen in Berlin und der Region unterwegs.
Patrick Helber hat in Tübingen und Dublin Geschichte und Politikwissenschaft studiert und 2014 in Neuerer und Neuester Geschichte in Heidelberg promoviert. Anschließend war er als Volontär am Museum Neukölln und als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Bildung und Vermittlung am Deutschen Historischen Museum in Berlin tätig. Seit 2021 ist er Kurator für Bildung und Vermittlung am Ethnologischen Museum in Berlin im Humboldt Forum und verantwortet dort unter anderem mit seinen Kolleg*innen das kollaborative Vermittlungsprojekt „Verflochtene Erinnerung(en). Spuren der Shoah und des Kolonialismus im Berliner Schloss und den Ethnologischen Sammlungen“, das gemeinsam mit Partner*innen u. a. aus Ruanda, Namibia, Jamaika und Israel Vermittlungsformate erarbeitet.