Verflochtene Erinnerungen
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| 10 EUR / ermäßigt 5 EUR zzgl. Ausstellungsticket |
| Dauer: 90 min |
| ab 14 Jahre |
| Deutsch |
| Ethnologisches Museum, 2. OG |
| 25 Personen |
| Gehört zu: Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst |
Am 12. Februar 1933, zwei Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, erscheint in der Berliner Illustrierten eine Fotoserie mit weißen Models, die Schmuck aus den ethnologischen Sammlungen tragen. Die berühmte Berliner Fotografin Yva (Else Ernestine Neuländer-Simon) inszenierte den Stil der Neuen Frau aus der Weimarer Republik gemeinsam mit den Objekten aus kolonialen Kontexten und schuf dadurch etwas Neues. Die Kunsthistorikerin Marta Oliveira Sonius und der Historiker Tom Werner zeigen die Objekte gemeinsam mit den historischen Fotos der avantgardistischen Fotografin, diskutieren heutige Perspektiven auf die Werke und verorten sie in der Verflechtungsgeschichte zwischen Kolonialismus und Holocaust in den Ethnologischen Sammlungen.
Beteiligte
Marta Oliveira Sonius hat einen Master-Abschluss in Kunstgeschichte und in Sozial- und Kulturanthropologie des Alten Amerikas von der Freien Universität Berlin. Derzeit arbeitet sie als freiberufliche Museumspädagogin am Humboldt Forum in Berlin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.
Tom Werner ist als Historiker seit vielen Jahren in der politisch-historischen Bildung tätig. Seit ca. 10 Jahren beschäftigt er sich in verschiedenen Projekten intensiv mit dem Kolonialismus und unserem Umgang damit. Gelegentlich macht er Übersetzungen aus dem Englischen und Italienischen.