Aufbruch und Abbruch
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| Eintritt frei |
| Deutsch |
| Mechanische Arena im Foyer |
| Teil von: ORTS-Termin |
| Gehört zu: Sturzlage |
1989/90 wurden entscheidende Weichen des demokratischen Aufbruchs in Berlin an zwei Orten gestellt: zunächst am Zentralen Runden Tisch bei Schloss Schönhausen in Pankow. Von Dezember 1989 bis März 1990 trafen sich dort die Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerbewegungen und Parteien, um über einen politischen Neuanfang zu diskutieren.
Nach der freien Volkskammerwahl vom 18. März 1990 wurde der Parlamentssaal im Palast der Republik zum Ort der Debatten. Hier trat die erste demokratisch legitimierte Volksvertretung der DDR zusammen, rang um eigene Wege und beschloss den Beitritt zur BRD. Der Raum verschwand mit dem Abbruch des Palastes der Republik.
Anlässlich der Berlin Freedom Week 2026 richten wir mit dem ORTS-Termin und der Installation „Sturzlage“ den Blick auf diese bedeutenden Schauplätze der Friedlichen Revolution.
Gabi Dolff-Bonekämper, eine der profiliertesten Stimmen der Berliner Erinnerungskultur, spürt in ihrem Vortrag der Geschichte und Bedeutung dieser beiden Orte nach. Sie fragt, warum ihre Geschichte heute so wenig erzählt wird und weshalb das demokratische Potenzial des Zentralen Runden Tisches und der freien Volkskammer weiterhin relevant ist.
Beteiligte
Gabi Dolff-Bonekämper ist Kunsthistorikerin. Sie war von 1988 bis 2002 Denkmalpflegerin am Berliner Landesdenkmalamt, danach, von 2002-2021, Professorin für Denkmalpflege und urbanes Kulturerbe an der Technischen Universität Berlin. Sie war und ist aktiv beteiligt an zahlreichen kontroversen Stadt-Debatten: über die Berliner Mauer, die Neue Wache unter den Linden, den Palast der Republik, die Schlossrekonstruktion, über figürliche Denkmale und Zeugnisse der DDR-Geschichte sowie über Bauten der Nachkriegsmoderne in Ost- und West-Berlin und hat zu den genannten Themen zahlreiche Aufsätze publiziert. Von 2016 bis 2021 war sie Sprecherin des Berlin-Weimarer DFG-Graduiertenkollegs „Identität und Erbe“. Mit der 2019 erstmals präsentierten und seither an mehreren Orten ausgestellten Installation „Sturzlage“ erinnert sie an die Bedeutung des Zentralen Runden Tisches für den demokratischen Aufbruch von 1989/90.