Mikeka
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| Mechanische Arena im Foyer |
| Teil von: Gästezimmer |
Mikeka ist das Kiswahili Wort für eine Art von Matten, die vornehmlich von Frauen geflochten werden. Seit Kurzem ist es auch der Titel des Online-Archivs, welches die im Rahmen des Projekts Talking Mats: Interwoven Histories – Connecting People(s) entstandene Wissensproduktion zwischen den Lamu-Museen in Kenia und dem Ethnologischem Museum in Berlin dokumentiert. Angeregt durch die performative Wissenspraxis der Swahili-Kultur laden die Projektmitglieder in Berlin im Gästezimmer dazu ein, gemeinsam und aktiv einen Beitrag für die Flechterinnen in Kipini und Ozi (Kenia) zu gestalten – als Gegenleistung für die Matten, die sie im Dialog mit und für die kollaborierenden Museen als geschaffen haben.
Das Gästezimmer ist in drei Teile gegliedert. Nach einer kurzen Einleitung reflektieren einige Projektmitglieder aus Berlin am Beispiel des Online-Archivs, was sie durch mikeka gelernt haben. Diese Reflexionen sollen die Anwesenden für den anschließenden aktiven Teil inspirieren. Sie werden eingeladen, spontane Gedanken niederzuschreiben und in rhythmischer Gedichtform beizutragen. Eine weitere Möglichkeit zum Mitmachen bietet sich im Zentrum des Gästezimmers, in der die Technik des mikeka-Flechtens gemeinsam mit Mitgliedern des tubman.network erlernt und geübt werden kann.
Sophia Bokop ist Ethnologin und als Provenienzforscherin im Projekt Das Kollaborative Museum im Ethnologischen Museum und Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin tätig. Gemeinsam mit internationalen Partner*innen erforscht sie ausgewählte Sammlungskonvolute und deren Kontexte von Erwerb, Aneignung und Translokation im Rahmen kollaborativer, transdisziplinärer Projekte.
Jasmin Mahazi ist afro-deutsche Sozial- und Kulturanthropologin und als unabhängige Forscherin dem Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin, angegliedert. Ihre Forschungsgebiete sind orale und matrifokale Wissenspraktiken an der Swahili-Küste. Sie beschäftigt sich mit multimodalen ethnografischen Forschungsprojekten.
Cristina Navarro ist Kuratorin für Digitale Projekte im Das Kollaborative Museum beim Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst. Sie verfügt über fundierte Erfahrung in der digitalen Vermittlung – sowohl im Ausstellungsraum als auch online. Ihr Schwerpunkt liegt in der Umsetzung digitaler Zugänge zu musealen Beständen durch einzelne Digitalprojekte sowie durch ganzheitliche Digitalstrategien.
CoMuse – Das Kollaborative Museum ist eine Initiative des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst, die darauf abzielt, multiperspektivische Ansätze zur sammlungsbasierten Forschung zu entwickeln und neue Formate für kollaborative Prozesse zu erproben, um die Dekolonisierung und Diversifizierung der Museumspraxis nachhaltig zu intensivieren.