Autowrack in einer sibirischen Landschaft
© Irina | Photocase.com
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Autowrack in einer sibirischen Landschaft
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Die aktuellen Demokratiekrisen reichen weit zurück bis in die 1990er Jahre. Die Transformation wurde damals von vielen Menschen als der Schock erlebt, der die Einführung des Kapitalismus für sie war. Lange durch Wachstumsversprechen verdeckt, brechen nun Widersprüche zwischen Demokratie und Marktwirtschaft mit Wucht auf. Die ostdeutsche Erfahrung zeigt dabei, Wandel gelingen kann – oder auch scheitert.

Im Gespräch mit dem Journalisten Georg Diez beantwortet der Soziologe Steffen Mau Fragen zum Weg vom Transformationsschock hin zum Transformationswissen.

Wie viel Nervosität verträgt die Demokratie? Woher kommen diese Anspannungen? Wie verändert sich unser Begriff von Demokratie gerade? Welche Formen der Demokratie müssen wir bewahren, welche verlernen und neu lernen? Und wo werden wir in fünf Jahren stehen?

Der Journalist und Autor Georg Diez spricht an drei Abenden im Short Talk mit SCRIPTS Forscher:innen über Zustand und Zukunft der „nervösen Demokratie“: Über den Transformationsschock der Demokratie nach 1989, über das Spannungsfeld von Hysterie und Vernunft am Beispiel der USA und über die Politik von Unruhe, Protest und Revolte als wesentliche Elemente einer lebendigen Demokratie.

Weitere Termine der Reihe:

14.11.2024: SCRIPTS Short Talk #2: POLITIK DER UNRUHE – Georg Diez befragt Christian Volk

18.12.2024: SCRIPTS Short Talk #3: HYSTERIE UND VERNUNFT IN DEN USA – Georg Diez befragt Lora Anne Viola

Porträt des Soziologen und Autors Steffen Mau
© Foto: Gesine Born | Stifterverband

Steffen Mau

Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. In seinen preisgekrönten Arbeiten zu den Dynamiken moderner Gesellschaften, erforscht gesellschaftliche Prozesse wie soziale Ungleichheiten, Digitalisierung, Grenzen und Migration. 2021 erhielt der den Leibniz-Preis, 2023 den Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Fokus seiner jüngsten Bücher sind die Transformationsprozesse in Ost und Westdeutschland nach der Wiedervereinigung. Am Exzellenzcluster SCRIPTS forscht er zudem als Principal Investigator.

Porträt des Autors, Journalisten und Kurators Georg Diez
© Jelka von Langen

Georg Diez

Georg Diez ist Autor, Journalist und Kurator und arbeitete als Kulturkritiker und politischer Redakteur für relevante deutsche Medien u.a. Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Themen seiner Bücher sind der gesellschaftliche Rechtsruck und Spannungen, Technologie und Chancen für die Demokratie. Diez war Nieman Fellow in Harvard, Chefredakteur beim New Institute und Kurator der Ausstellung SURVIVAL IN THE 21ST CENTURY. Zurzeit ist er Fellow bei ProjectTogether und der Max-Planck-Gesellschaft, wo er zu Fragen der demokratischen Innovation arbeitet.

Partner

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS).

Scripts

gehört zu

Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker

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