Sturm auf das US Capitol in Washington im Januar 2021 – ein Mann schwenkt eine Kriegsflagge der Konföderierten ,während er auf einer Statue am Ulysses S. Grant Memorial steht
© Philip Yabut / Shutterstock
Menschen auf einem Wagen schwenken verschiedene Flaggen, darunter eine Konföderiertenflagge, unter einem grauen Himmel.
Bild 1:
Sturm auf das US Capitol in Washington im Januar 2021 – ein Mann schwenkt eine Kriegsflagge der Konföderierten ,während er auf einer Statue am Ulysses S. Grant Memorial steht
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Demokratie ist die politische Form der Rationalität – stimmt das? Was passiert, wenn Irrationalität die Oberhand gewinnt? Reicht es dann, die Vernunft gegen Hysterie in Stellung zu bringen? In Zeiten der Hypernervosität muss sich die Demokratie neu erfinden. Wir schauen zurück auf die US-Wahl und auf historische und gegenwärtige Widersprüche der amerikanischen Demokratie – als pars pro toto demokratischer Theorie und gelebter Praxis.

Im Gespräch mit dem Journalisten Georg Diez beantwortet die US-amerikanische Politikwissenschaftlerin Lora Anne Viola Fragen zum schmalen Grat zwischen politischer Vernunft und Hysterie am Fallbeispiel USA.

Wie viel Nervosität verträgt die Demokratie? Woher kommen diese Anspannungen? Wie verändert sich unser Begriff von Demokratie gerade? Welche Formen der Demokratie müssen wir bewahren, welche verlernen und neu lernen? Und wo werden wir in fünf Jahren stehen?

Der Journalist und Autor Georg Diez spricht an drei Abenden im Short Talk mit SCRIPTS Forscher*innen über Zustand und Zukunft der „nervösen Demokratie“: über den Transformationsschock der Demokratie nach 1989, über das Spannungsfeld von Hysterie und Vernunft am Beispiel der USA und über die Politik von Unruhe, Protest und Revolte als wesentliche Elemente einer lebendigen Demokratie.

Porträt der S-amerikanischen Politikwissenschaftlerin und Professorin für Nordamerikanische Außenpolitik am John-F. Kennedy Institut der Freien Universität Berlin, Lora Anne Viola
© Amin Akhtar

Lora Anne Viola

Lora Anne Viola ist US-amerikanische Politikwissenschaftlerin und Professorin für Nordamerikanische Außenpolitik am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungen konzentrieren sich auf internationale Institutionen und globale Ordnung, oft mit einem besonderen Fokus auf die hegemoniale Macht der USA. Ihr 2021 erschienenes Buch The Closure of the International System wurde mehrfach ausgezeichnet. Als Principal Investigator am Exzellenzcluster Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS) forscht sie u.a. zu Multilateralismus und Rassismus.

Porträt des Autors, Journalisten und Kurators Georg Diez
© Jelka von Langen

Georg Diez

Georg Diez ist Autor, Journalist und Kurator und arbeitete als Kulturkritiker und politischer Redakteur für relevante deutsche Medien u.a. Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Themen seiner Bücher sind der gesellschaftliche Rechtsruck und Spannungen, Technologie und Chancen für die Demokratie. Diez war Nieman Fellow in Harvard, Chefredakteur beim New Institute und Kurator der Ausstellung Survival in the 21st Century. Zurzeit ist er Fellow bei ProjectTogether und der Max-Planck-Gesellschaft, wo er zu Fragen der demokratischen Innovation arbeitet.

Partner

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS)

Scripts

gehört zu

Blick in das Foyer, November 2019.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker

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