Ausstellungsansicht "An das wir uns festhalten", Sarnt Utamachote, I am not your mother, 2020/2025; Iden Kim, The next day after you died, 2022
© Sarnt Utamachote, I am not your mother, 2020/2025; Iden Kim, The next day after you died, 2022 / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: GIULIANI | VON GIESE
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Was bedeutet es, füreinander zu sorgen? Welche Formen von Intimität und Erinnerung finden ihren Weg in die Öffentlichkeit, und welche bleiben unsichtbar? In ihren künstlerischen Arbeiten zu Körper, Fürsorge und Intimität gehen die Künstler*innen Iden Sungyoung Kim, Jaewon Kim und Sarnt Utamachote diesen Fragen nach.

Iden Sungyoung Kim richtet ihren Fokus auf die Fürsorge eines Familienmitglieds und stellt die gesellschaftliche Entwertung der Pflegearbeit in Frage. Jaewon Kim bewegt sich in der Intimität einer Beziehung, die von HIV geprägt ist, und zeigt, wie Vertrauen und Zärtlichkeit dort entstehen, wo Stigma erwartet wird. Sarnt Utamachote untersucht die Fürsorgearbeit queerer Frauen und trans Frauen aus Thailand und fragt, wann Fürsorge in Ausbeutung umschlägt, wessen Körper begehrt und wessen Wissen angeeignet wird.

Verbunden sind die drei Positionen in ihrer Beschäftigung mit queerer Erinnerung und dem, was nicht überliefert wird. Durch Wiegenlieder, analoge Fotografien, überlagerte Filmsequenzen entwickeln sich Formen des Gedächtnisses, die fernab institutioneller Archive existieren.

Das Politische zeigt sich hier nicht als große Geste. Es liegt vielmehr im Intimen verborgen: im Pflegebett, in der gemeinsamen Intimität, im Blick eines Säuglings auf die singende Mutter.

Der Artist Talk beleuchtet, inwiefern queere Erfahrungen des Sorgens, Erinnerns und Zusammenlebens keine Randerscheinung sind und wie sie unser Verständnis von Fürsorge, Familie und Zugehörigkeit erweitern.

Die Arbeiten von Iden Sungyoung Kim, Jaewon Kim und Sarnt Utamachote sind noch bis zum 31. August 2026 in der Ausstellung „An das wir uns festhalten“ zu sehen. Die Ausstellung wurde von Hai Nam Nguyen und Minh Duc Pham kuratiert und ist Teil des Jahresprogramms „Beziehungsweise Familie“ im Humboldt Forum.

Im Anschluss an das Gespräch besuchen wir gemeinsam die Ausstellung.

Beteiligte

Iden Sungyoung Kim, Jaewon Kim, Sarnt Utamachote (Künstler*innen)
Minh Duc Pham (Kuration, Moderation)
Hai Nam Nguyen (Kuration)

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