Wasser und Leben im Weltraum – Fakten und Fiktionen
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| Deutsch |
| Humboldt Labor, 1. OG |
| Teil von: Über Wasser |
Was fasziniert uns an der Möglichkeit von Leben im Weltall? Die Vorstellung von etwas völlig Fremdem, oder doch die Hoffnung, mehr über uns selbst zu erfahren? Raumsonden haben Eis, Dampf und wasserhaltige Gesteine auf fernen Himmelskörpern entdeckt, und mit jedem Fund wächst die Frage: Wie besonders ist Leben auf der Erde wirklich?
Wissenschaftler*innen aus Planetologie, Psychologie und Medienwissenschaften diskutieren, was wir heute wirklich wissen: Gibt es Leben im Weltall und wie könnte es aussehen? Was verraten unsere Vorstellungen davon über uns selbst und unseren Blick auf das Fremde? Und wie würde eine tatsächliche Entdeckung außerirdischen Lebens unsere Perspektive verschieben? Steffi Pohl, Michael Waltemathe und Frank Postberg geben Einblicke in die Forschung des neuen Sonderforschungsbereichs „Planetare Habilität“
Beteiligte
Steffi Pohl ist Psychologin und Professorin für Methoden und Evaluation/Qualitätssicherung am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit quantitativen Methoden der Psychologie, insbesondere mit der Entwicklung und Anwendung statistischer Verfahren zur Messung psychologischer Merkmale sowie zur Analyse kausaler Zusammenhänge. Ziel ihrer Arbeit ist es, psychologische und sozialwissenschaftliche Forschung methodisch fundierter, präziser und besser interpretierbar zu machen. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde Steffi Pohl unter anderem mit dem Early Career Award der Psychometric Society sowie dem Gustav A. Lienert Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie ausgezeichnet. Ein besonderes Merkmal ihrer Arbeit ist die interdisziplinäre Anwendung psychologischer und statistischer Methoden. In aktuellen Forschungskooperationen arbeitet sie mit Wissenschaftler:innen aus den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen, unter anderem zu Fragen nach den gesellschaftlichen Konsequenzen der Suche nach Leben im All sowie möglichen Formen menschlicher Präsenz auf anderen Planeten.
Michael Waltemathe ist Akademischer Oberrat an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Seine Arbeit verbindet Fragen von Religion, Bildung, Medien und Naturwissenschaft. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Raumfahrt und Religion, also theologische, philosophische und ethische Aspekte menschlicher Raumfahrt. In Vorträgen und Projekten beschäftigt er sich mit kulturellen und religiösen Deutungen des Weltraums, mit Science-Fiction und mit der Frage, wie Menschen ihre Stellung im Kosmos verstehen.
Frank Postberg ist Professor für Planetologie an der Freien Universität Berlin. Er forscht zur Frage nach bewohnbaren Ozeanen im äußeren Sonnensystem und ist an mehreren internationalen Raumfahrtmissionen beteiligt, darunter die NASA-Mission Europa Clipper. Zu seinen bekanntesten Entdeckungen zählt der Nachweis von Salz, organischen Verbindungen und Phosphaten im Ozean des Saturnmonds Enceladus.